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Buchkritik: „500 Jahre Bayerisches Staatsorchester“, Florian Amort (Hrsg.)

Würdiges Geburtstagsgeschenk – Pünktlich zum Beginn der Münchner Opernfestspiele erscheint ein äußerlich extravaganter, inhaltlich interessanter, hoch solider und vielseitiger Band mit dem Titel 500 Jahre Bayerisches Staatsorchester, herausgegeben von Florian Amort, der auch einige Kapitel des Werks zu verantworten hat. Die Untertitel sind Das Bayerische Staatsorchester und 500 Jahre . . .

Bayreuth: „Glück!“, Ausstellung der Siegfried-Wagner Gesellschaft

Das „Glück“ endet mit einem Ausrufungszeichen. – Was auf den ersten Blick wie eine banale, wenn auch leicht rätselhafte Feststellung anmutet, ist das Ergebnis von Recherchen, von denen selbst Peter Paul Pachl, der Mitgründer und jahrzehntelange Spiritus Rector der Internationalen Siegfried-Wagner-Gesellschaft, nichts wusste. Die Tondichtung trägt also nicht, wie bislang üblich, . . .

Heidenheim: „Giovanna d’Arco“ und „Don Carlo“, Giuseppe Verdi

Im Sommer sind hierzulande keine Burgruine, kein Schloßhof, ja nicht einmal Steinbrüche davor sicher, als Kulisse für Freiluftfestspiele herhalten zu müssen. Wenn die Theater der Nation in die Ferien gehen, fahren die Ensemblemitglieder nicht in den Urlaub, sondern bespielen Bau- und Naturdenkmäler. Große Tragödien und leichte Komödien werden da geboten, Jazz, populäre Klassik, und in . . .

Bayreuth: „Lohengrin sein Vater und der Gral“, Uwe Hoppe frei nach Richard Wagner

Man kommt nicht zu Ende mit dem „Parsifal“. Immer noch bietet das Stück, befeuert durch jeweilige neue Bühneninterpretationen, neue Deutungsmöglichkeiten. – Er kommt nicht zu Ende mit Wagner. „Paxiphall und Lohengrün“: So hieß vor vier Jahrzehnten eines der ersten Wagner-Stücke Uwe Hoppes, das in der damaligen damaligen „Studiobühne Schützenhaus“ zur Aufführung kam. . . .

Lübeck: „Sol Gabetta“ und das London Philharmonic Orchestra

Es gibt sie sicher reichlich, die Vergleiche und Wortspiele, zu denen Sol Gabettas Name inspiriert, aber das Konzert mit dieser Cello-Sonnenkönigin am 18. Juli in Lübeck war tatsächlich ein erneuter strahlender Höhepunkt in der Geschichte des Schleswig-Holstein Musik Festivals. – Doch der Reihe nach: London als Fokusthema des diesjährigen Festivals vertraten an diesem Abend . . .

Köln: „Carmina burana“ szenisch, Carl Orff

Carl Orffs berühmte Carmina Burana zählen heute wohl zu den bekanntesten Chorwerken der Neuzeit. Uraufgeführt am 8. Juni 1937 in der Frankfurter Oper, entwickelte sich schnell eine ganz besondere Aura rund um diese Komposition, was sicherlich auch daran liegt, dass Orff für seine szenische Kantate Texte in mittellateinischer und mittelhochdeutscher Sprache aus einer Sammlung des 11. und 12. . . .

Nürnberg, Ballett: „Boîte-en-valise“, Retrospektive

Boîte-en-valise, zu deutsch: „Schachtel im Koffer“ – so heißt ein bekanntes Werk des Konzeptkünstlers Marcel Duchamp, das aus den Materialien bzw. Elementen Karton, Textil, Glas, Holz, Kunstleder und Keramik besteht. Denkbar divers, denkt sich der Ballettbesucher, als er am Schluss der Saison 2022/23 das besucht, was man früher, nicht zu Unrecht (und durchaus lobend) als „Bunten . . .