Archiv

Berlin: „Messa da Requiem“, Staatsballett Berlin (Zweite Besprechung)

Bereits um die halbe Welt bis ins australische Adelaide gereist ist die 216 für das Zürcher Opernhaus entstandene Ballettproduktion mit der Musik des Verdi-Requiems, darüber hinaus war sie in vielen europäischen Städten zu erleben und wurde 2019 wieder in ihren Ursprungsort zurückgeholt, wo sie auch im kommenden Jahr wieder zu erleben sein wird. 2018 wurde die Produktion im deutschen . . .

Berlin: „Messa da Requiem“, Staatsballett Berlin (Erste Besprechung)

Giuseppe Verdi komponierte seine Messa da Requiem 1874 zum Gedenken an den großen italienischen Dichter Alessandro Manzoni, der vor allem durch seinen Roman I promessi sposi (Die Verlobten) Berühmtheit erlangte.  Von Beginn an wurde Verdis Werk nicht nur in der Kirche, sondern auch im Konzertsaal aufgeführt - eine Tradition, die bis heute anhält. Denn nicht Kreuzigung, Grablegung und . . .

DVD: „Luisa Miller“, Giuseppe Verdi – besser geht es nicht…

„Intelligent und rundum gelungen: einfach Spitze!“ hatte ich vor vielen Jahren bei einem Vergleich aller damals vorliegende Aufnahmen geschrieben. Das gilt auch noch heute, daher die Wiederaufnahme meiner Bewertung. Und ich kann diese tolle DVD auch heute in den Zeiten teilweise grob-inszenatorischen Schwachsinns, nur weiterhin allen unseren Lesern ans Herz legen. Diese Silberscheibe war für . . .

Wien: „Kapitän Nemos Bibliothek“, Johannes Kalitzke (zweite Besprechung)

Die Uraufführung dieser Kammeroper in vier Teilen mit fünf reflektierenden Zwischenspielen fand als Auftragswerk der Schwetzinger SWR-Festspiele in Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen am 29.4.2022 in Schwetzingen statt. Der in Köln geborene Komponist Kalitzke konnte sich bei dieser, seiner siebenten Oper den langersehnten Wunsch erfüllen, einmal eine Oper für Puppen zu komponieren. So . . .

Frankfurt: „Der Zar läßt sich fotografieren“, Kurt Weill / „Die Kluge“, Carl Orff

Die Oper Frankfurt präsentiert in der aktuellen Neuproduktion die ungewöhnliche Kombination einer „Zeitoper“ mit einer aus der Zeit gefallenen Oper. – Unter dem Schlagwort der „Zeitoper“ versuchten Komponisten in den 1920er Jahren, Impulse aus dem Alltagsleben für das Musiktheater fruchtbar zu machen. Das betraf die Stoffwahl mit zeitgenössischen Schauplätzen und Charakteren . . .

Wien: „Kapitän Nemos Bibliothek“, Johannes Kalitzke

Bericht von einer persönlichen Kapitulation. Wer auf der Tribüne im Semper Depot in der elften Reihe sitzt, vor sich eine Phalanx riesiger Köpfe, die jeden Blick auf die Bühne unmöglich machen… Wer vergeblich versucht, durch Drehen und Wenden wenigstens einen schmalen Ausschnitt des Geschehens zu erhaschen, aber von den anderen herumwackelnden Köpfen stets ausgehebelt wird… Wer, da er . . .

Lüttich: „Adriana Lecouvreur“, Francesco Cilea

Lieber Opernfreund-Freund, nach mehr als 30 Jahren ist Cileas Adriana Lecouvreur derzeit in der Opéra Royal im belgischen Lüttich zu erleben. Die traditionelle und doch nie langweilige Lesart von Arnaud Bernard und seinem Team sowie die exzeptionellen Leistungen auf der Bühne bringen bei der Premiere am gestrigen Dienstag den Saal zum Toben. – Arnaud Bernard inszeniert die Geschichte um . . .