Autor: <span>admin</span>

Kaiserslautern: „Die tote Stadt“, Erich Wolfgang Korngold

Es ist eine zeitlose Frage, die der damals 23jährige Erich Wolfgang Korngold in seiner Oper „Die tote Stadt“ in berauschende Klänge kleidete. 1920 zeitgleich in Hamburg und Köln uraufgeführt, verdankte sie ihren anfänglichen Erfolg nicht lediglich den beiden veritablen „Hits“ „Glück, das mir verblieb“ und „Mein Sehnen, mein Wähnen“. Sie traf auf eine Gesellschaft, in der in . . .

Kiel: „Händel, Mozart, Rossini, Donizetti, Erdoğan u. a.“, Streicherensemble der Volksoper Wien unter Omer Meir Wellber

Wer sich auf ein herkömmliches Konzert und strikte Einhaltung des im Programmheft aufgeführten Ablaufs eingestellt hatte, der wurde am 10. Juli 2025 in der Kieler Petruskirche aufs Lebhafteste überrascht. Omer Meir Wellber ist ein Meister der Improvisation und charmanter Grenzüberschreiter in vielerlei Hinsicht. – Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen - das berühmte Zitat aus . . .

München: „In fernem Land“, Wagner-Opern und Schlossarchitekturen als Erlösung für Ludwig II.

Nein, die Moriskentänzer Erasmus Grassers sind keine Nürnberger Lehrbuben, aber ein Vortrag Marcus Spangenbergs in an jedem Ort am rechten Platz – zumal dann, wenn es sich um Ludwig II. handelt. Er war bekanntlich Richard Wagners bedeutendster Mäzen und ließ nicht weniger als vier seiner neuesten Opern in München uraufführen; später kam noch, da war der König schon tot, in der . . .

Buchkritik: Festspielhaus Bayreuth – „Von der Scheune zum High-Tech-Theater“, Markus Kiesel et al.

Luxuriöse, erweiterte Neuausgabe eines Standardwerks über das Bayreuther Festspielhaus – Mit der Uraufführung des „Rings“ wurde das Bayreuther Festspielhaus 1876 eröffnet. Seither steht es als Theater-Unikat und repräsentatives Symbol Wagnerschen Ausnahmewillens unverrückbar und weithin sichtbar da. In den Jahren 1872 bis 1875 ließ Richard Wagner seine Vision von einem idealen . . .

Gut Pronstorf bei Lübeck: „Mozart, Williams, Bardanaschwili, Dvořák“, Streicherensemble der Volksoper Wien unter Omer Meir Wellber

Schon vor Beginn des Konzerts am 8. Juli 2025 im Kuhstall des Gutes Pronstorf bei Lübeck sammelt Omer Meir Wellber Sympathiepunkte. Einige ältere Damen finden ihre Plätze im halbdunklen Raum nicht, halten den umtriebig im Kurzfrack umhergehenden Dirigenten für einen Saaldiener und bitten ihn um Hilfe. Der geleitet die Damen freundlich an ihre Stühle, um dann aufs Podium zu springen. Was . . .

Berlin, Konzert: „Liszt, Strauss“, Staatskapelle unter Christian Thielemann

„Wenn auch anzunehmen ist, dass alles gesagt, so darf man doch keineswegs folgern, dass auch alles gehört und verstanden ist“ (Franz Liszt). – Franz Liszt (1811-1886), wird am 22. Oktober in Raiding, im ungarischen Burgenland geboren. Seine musikalische Begabung wird früh erkannt und gefördert. Die Familie übersiedelt 1822 nach Wien und Liszt bekommt den für seine weitere . . .

Lübeck: „Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals“

„Und jetzt lächeln Sie doch bitte einfach mal den Menschen neben sich an und verharren bis Anfang September in dieser Haltung“, so die freundliche Anweisung von SHMF-Intendant Dr. Christian Kuhnt in seiner Eröffnungsansprache zum 40. Schleswig-Holstein Musik Festival in der Lübecker Musik- und Kongreßhalle am 6. Juli 2025. Freundlichkeit, Menschlichkeit, ja Verletzlichkeit und vor allem . . .

Hof: „Les pêcheurs de perles (Die Perlenfischer)“, Georges Bizet (zweite Besprechung)

Georges Bizet gilt, man kann es nicht oft genug sagen, trotz seiner anderen wunderbaren Opern als One-Work-Composer. Seltsam, da doch jede gute Aufführung, zumal der Perlenfischer den Opernfreund davon überzeugen müsste, dass es neben der unvergleichlichen Carmen noch andere unvergleichliche Meisterwerke des Jung-Genies zu geben scheint. – Nein, es liegt sicher nicht am Textbuch, dass . . .

Dresden, Konzert: „Johannes Brahms, Robert Schumann“, Staatskapelle unter Daniele Gatti

Die Sächsische Staatskapelle Dresden beendete mit ihrem Chefdirigenten Daniele Gatti im 12. Symphoniekonzert die Konzertsaison mit der „Rheinischen“ dessen Schumann-Zyklus und verabschiedete mit dem Brahms-Violinkonzert den Capell-Virtuosen Frank Peter Zimmermann. – Noch immer bleibt es eine offene Frage, warum Johannes Brahms (1833-1897) den Sommerurlaub des Jahres 1878 in . . .