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Dresden, Konzert: „Mahler: Symphonie Nr. 3“, Staatskapelle unter Daniele Gatti

Nach seiner etwas ungeordnet entstandenen Auferstehungs-Symphonie wollte Gustav Mahler (1860-1911) mit einer dritten Symphonie etwas Höheres, Programmatisches schaffen. Der inzwischen als Dirigent ordentlich etablierte Mahler war inzwischen 1891 von Bernhard Pollini (1838-1897) dank eines hohen Honorars aus Budapest in das aufstrebende Hamburg als Chefdirigent des Stadttheaters geholt worden. . . .

Lübeck: „Das Konzert seines Lebens“, Festkonzert zu Thomas Manns 150. Geburtstag

„Groß ist das Geheimnis der Musik – sie ist ohne Zweifel die tiefsinnigste, philosophisch alarmierendste, durch ihre sinnlich-übersinnliche Natur, durch die erstaunliche Verbindung, die Strenge und Traum, Sittlichkeit und Zauber, Vernunft und Gefühl, Tag und Nacht in ihr eingehen, die faszinierendste Erscheinung der Kultur und Humanität.“ Das schrieb Thomas Mann anläßlich des 50. . . .

„Ein Wagnerianer als Schriftsteller“ – Zum 150. Geburtstag Thomas Manns

Wie bei kaum einem anderen Autor war die Musik ein zentrales Thema des Schriftstellers. Sein ganzes Werk ist durchzogen von Musik. Immer wieder beschwor er den „Seelenzauber“ jener Kunst, er war musikbesessen. Schon in den „Buddenbrooks“, seinem ersten, ganz besonders in „Doktor Faustus“, seinem letzten Roman, wie auch im „Zauberberg“ (seinem wohl philosophischsten Roman) spielt . . .

Salzburg: „Martha“, Friedrich von Flotow

Friedrich von Flotows Martha (1847 uraufgeführt im Theater am Kärntnerthor) war lange Zeit die erfolgreichste Oper der Welt, sogar in den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Dann fiel sie allmählich in Ungnade, aber seit einiger Zeit ist das Interesse an der guten alten Martha wieder neu erwacht: nach Frankfurt, Stuttgart, München, Graz und Innsbruck wagte sich nun auch das Salzburger . . .

Frankfurt: „Parsifal“, Richard Wagner (dritte Besprechung)

Kurze Vorbemerkung zur Quellen- und Rezeptionsgeschichte von Wagners Schwanengesang Parsifal. Nachdem die ersten Bayreuther Festspiele 1876 in einem finanziellen Fiasko geendet hatten, wollte Wagner mit „einer letzten Karte“, mit seinem „Weltabschiedswerk“ seine Festspielidee retten. Das ist ihm gelungen, denn seine Anhänger pilgern seit der Uraufführung 1882 oftmals in religiöser . . .