Pionteks Bayreuth

Bayreuth um 1900 / gemeinfrei (Quelle)

Bayreuth: „Viaggio in Europa“, Peter Nekoranec und Kateřina Ochmanová

Es klang so alt und war doch so neu – der Satz des Hans Sachs fällt mir ein, als ich die ersten Takte höre. Michel Lamberts Vos mépris chaque jour ist so recht ein Stück nach dem Geschmack von Nostalgikern; auch macht es die hallende Akustik der Schlosskirche, dass das schlichte französische Barocklied, komponiert vom Schwiegervater Lullys, wie ein Lied aus uralten Zeiten ans Ohr der . . .

Bayreuth: „Caesar meets Rodelinda“, Emőke Baráth und Andreas Scholl

An das Friedrichsforum als Spielstätte des Festivals Bayreuth Baroque muss man sich erst gewöhnen. Muss man sich auch an Andreas Scholls und Emőke Baráths Stimmen gewöhnen? Gewiss nicht, denn man kennt sie ja; Scholl ist ein seit Langem agierender Sänger, der einer nun schon älteren Generation von höchsten Männerstimmen angehört, was seiner nach wie vor samtigen Stimme nicht geschadet . . .

Bayreuth: „Schumann!“, Freiburger Barockorchester unter Simon Rattle

Als er einen guten Tag hatte, nannte er ihn „mittelmäßig“. Aus seinem Mund war das ein hohes Lob, denn ansonsten zählte er ihn zu den „Geistern zweiten dritten vierten Ranges“. Er attestierte ihm, zu dessen Schaden „nicht seine Grenzen erkannt zu haben“ und bezeichnete ihn als „überschraubtes Talent, von welchem er auch nicht eine eigentliche Melodie kenne und den er als ein . . .

Pionteks Bayreuth „Magische Musiken“, Turkish National Youth Philharmonic Orchestra

Die Türken kommen! Das war einmal ein Schlacht- und Angstruf, doch nachdem die „Gastarbeiter“, wie sie in den 60er und 70er-Jahren genannt wurden, sich hier ansiedelten, hat er seinen bösen Charakter verloren. Wenn zudem noch ca. 70 (in Worten: Siebzig) junge Leute in den Europasaal einmarschieren, um nicht das Abendland zu erobern, sondern die Musik ihrer Heimat und die von noch ganz . . .

Pionteks Bayreuth: „Christa Pawlofsky: Bayreuths große Verpflichtung – Die Festspielzeit im Spiegel der Presse“

Künstlerinnen gelten ja zuweilen als Prophetinnen. Christa Pawlofsky ist so eine Prophetin – weil sie mit ihrer neueste Ausstellung gezeigt hat, dass sie schon vor 30 Jahren ein Projekt angedacht und in jahrelanger Arbeit realisiert hat, das andernorts erst in den letzten Jahren, ja Monaten verwirklicht hat. – Der Gedanke schießt dem Bayreuther Besucher in den Kopf, der die Ausstellung . . .

Pionteks Bayreuth: „Keine Festspiele im Jubiläumsjahr?“ – zur Ausstellung der Siegfried-Wagner-Gesellschaft 2026

Natürlich fanden im „Jubiläumsjahr“ auch Festspiele statt – nur nicht in Bayreuth, doch in Weimar. Das „Jubiläumsjahr“ heißt 1926, nicht 2026. Eigentlich – und uneigentlich – hätte man auf dem Grünen Hügel die 50jährige Wiederkehr der ersten Bayreuther Festspiel feiern können, ja müssen, doch gebot es der Rhythmus der Pausenjahre, dass auch 1926, also zwei Jahre nach der . . .

Pionteks Bayreuth: „KriegsFestSpiele im Spiegel der Bayreuther Presse“, Ausstellung

150 Jahre Festspiele – der Blick in die Vergangenheit der Richard-Wagner-Festspiele hat, vor Allem auf publizistischem Gebiet, wenige Wochen vor deren Beginn für zwei Publikationen gesorgt, die sich vor Allem mit dem 20. Jahrhundert befassen: zum einen Stephan Möschs kardinaler Band Bayreuth als Theater, zum anderen, ihn ergänzend und ein anderes Gebiet tief erforschend, Anno Mungens Von . . .

Pionteks Bayreuth: „Utopie und Echo – Positionen“, Richard-Wagner-Museum

Man habe es, sagt der Museumsdirektor Sven Friedrich zwischen seinen Publikumsbeschimpfungen, nicht mit „musealen“ Objekten, sondern mit Gegenwartskunst zu tun. Der Bayreuther OB spricht gar von einem „Ausstellungsexperiment“, aber so weit würde man als Kunstfreund vielleicht nicht gehen, auch wenn Derartiges selten im Wagnermuseum ausgestellt wird. Natürlich passt das. Die Bayreuther . . .