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Dresden, Konzert: „Sächsische Staatskapelle“, unter Herbert Blomstedt

Der italienische Komponist Francesco Morlacchi (1784-1841) war von 1811 bis zu seinem Tode der Hofkapellmeister der italienischen Oper in Dresden. Am Palmsonntag des Jahres 1827 dirigierte er ein Konzert, dessen Erlös der Unterstützung für die Witwen und Waisen ehemaliger Musiker der Königlich musikalischen Kapelle diente. In der Folge begründete das Orchester die Einrichtung eines . . .

Frankfurt, Konzert: „Ligeti 100“, hr-Sinfonieorchester unter Alain Altinoglu

Was für ein Konzertereignis! Der Hessische Rundfunk hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum der 2006 verstorbene österreichisch-ungarische Komponist György Ligeti immer noch zu den Leitsternen der zeitgenössischen Musik zählt. Neben einer geschickten Dramaturgie in der Auswahl und Abfolge der Stücke machte die Präsentation unter Einbeziehung von Live-Videos den fast dreistündigen . . .

Valencia: „Don Giovanni“, Wolfgang Amadeus Mozart

Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, im futuristischen Palau de Les Arts in Valencia eine Opernaufführung zu erleben. Er wurde einst vom katalanischen Star-Architekten Sebastian Calatrava Valls als herausragender Bau eines über einem trockengelegten Flussbett von ihm konzipierten schneeweiß-ultramodernen Gebäudekomplex errichtet. Diesmal war es Wolfgang Amadeus Mozarts „Don . . .

Wiesbaden, Konzert: „Klassische Philharmonie Bonn“, unter Matthias Foremny

Wie es manchmal so ist, da war Felix Mendelssohn Zeuge einer Vorstellung von Konradin Kreutzers Oper „Melusina“ und war von der Berliner Aufführung tief beeindruckt. Dies blieb nicht folgenlos und so komponierte Mendelssohn eine Konzertouvertüre, die zwei Jahre später in ihrer finalen Fassung 1835 das Publikum (noch) nicht im Sturm eroberte. Kollegen, wie Robert Schumann zeigten sich . . .

Mailand: „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbach

Als im Vorjahr die Saison 2022/23 vorgestellt wurde, war noch nicht klar, welcher der zahlreichen Ausgaben dieser von Offenbach nicht vollendeten Oper man sich bedienen würde. Letztlich wurde es nach dem Willen des Dirigenten die gute alte Fassung Choudens (von der es auch wieder fünf Varianten gibt, was den Weg freimacht für allerlei Kreuzungen), ohne die aufschlussreichen Ausgaben von Fritz . . .

Nürnberg: „vendetta, vendetta“, Thomas Köck

„Ich hasse die Oper“. So steht‘s geschrieben auf einem der Pappschilder, die die Schauspieler und Tänzer (natürlich nicht die Sänger) nach oben halten, aber Jan Philipp Gloger und Thomas Köck hassen natürlich nicht die Oper. Im Gegenteil: Sie lieben sie so sehr, dass sie sie zu einem zentralen Teil eines Theaterstücks gemacht haben, das im „Spartengarten“ (das geistreiche Wort . . .