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Berlin: „Fidelio“, Ludwig van Beethoven

Hoffnung und Trost spendeten und spenden in schweren, von Gewalt und Unrecht geprägten Zeiten Opern-und Theatererlebnisse wie ein „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit“ oder der Schlusschor aus Beethovens einziger Oper Fidelio. Geht es den Menschen aber (zu?) gut, dann dominieren auf den Bühnen weit über die Absicht von Autoren und Komponisten hinausgehende Brutalität und Ekel, und ein happy . . .

Regensburg: „Der Prinz von Schiras“, Joseph Beer

Sympathisch ist er nicht, dieser Prinz: Für ihn gibt es nur bedingungslose Liebe oder flammenden Hass, wenn es um eine Frau geht. Seine Liebe ist sentimental, sein Verhalten besitzergreifend. Kein Wunder, dass er trotz seiner exotischen Ausstrahlung bei der jungen Amerikanerin Violet nicht landen kann. Die will selbst über sich entscheiden können und hat absolut keine Lust, am Ende noch in . . .

Wuppertal: „Die Erwartung / Der Wald“, Arnold Schönberg / Ethel Smyth

Im 1266. Tatort am Ostermontag („Angst im Dunkeln“) lag schon eine tote Frau im Wald. Anton Tschechow ging in den Wald, um seinen Verstand zu verlieren, und seine Seele zu finden. Waldeinsamkeit erfreute Ludwig Tieck. Was bot der Premierenabend vom 7.4.2024 im Barmer Opernhaus? Gleich zwei hochproblematische Kurzopern zum Thema Wald. Der Regisseur Manuel Schmitt verantwortet die glänzende . . .