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Stuttgart: „Idomeneo“, Wolfgang Amadeus Mozart

Zu einer beachtlichen Angelegenheit geriet der neue Idomeneo an der Staatsoper Stuttgart. Das Inszenierungsteam um Bastian Kraft (Regie), Peter Baur (Bühnenbild) und Jelena Miletic (Kostüme) hat gute Arbeit geleistet. Gekonnt haben sie Mozarts Opera Seria einen modernen Stempel übergelegt, dabei aber die Grundessenz des Werkes unangetastet gelassen. Der Idomeneo erhält in Stuttgart damit . . .

Zürich: „Leben mit einem Idioten“, Alfred Schnittke (Nachtrag)

Kritik zur Premiere – Nachtrag zur Vorstellung vom 1. Dezember: – Ein zweiter Besuch dieser selten gespielten, meisterhaften Oper Schnittkes hat sich mehr als gelohnt (leider war es bereits die Derniere, und so wie man den Opernbetrieb in Zürich kennt, werden Produktionen zeitgenössischer Opern in den folgenden Spielzeiten kaum je wieder aufgenommen). Das Publikum im ausverkauften . . .

Bad Oeynhausen, Konzert: „Chausson, Mozart, Franck“, Nordwestdeutsche Philharmonie & Lucie Leguay

Die Nordwestdeutsche Philharmonie müsste eigentlich Ostwestfälische Philharmonie heißen, denn in diesem Teil Nordrhein-Westfalens, genaugenommen in Herford, ist sie beheimatet und bespielt hauptsächlich das dicht besiedelte Dreieck zwischen Minden, Paderborn und Gütersloh. In letztgenannter Stadt hatte der Rezensent dieses Orchester schon mehrfach gehört und war regelmäßig beeindruckt von . . .

Berlin: „Die kleine Hexe“, Franz Wittenbrink

Gute Kinderoper ist keine Hexerei – Jedes Jahr im trüben November, in der verheißungsvollen Vorweihnachtszeit und bis ins neue Jahr hinüber bringt die Komische Oper eine neue Kinderoper heraus, und angefangen mit einem inzwischen studierenden Enkel bis hin zur nun neun Jahre alten jüngsten Enkelin konnte man damit als Großmutter mit einem Besuch immer eine große Freude machen. In . . .

Oberhausen: „Der Geist der Weihnacht“, Dirk Michael Steffan

Mehr als viereinhalb Jahre stand das wunderschöne Metronom Theater am Oberhausener Centro leer, nachdem Stage Entertainment beschlossen hatte, den Spielbetrieb im Jahr 2020 einzustellen. Das Theater wurde in den Jahren 1998 und 1999 erbaut und Ende September 1999 mit der Uraufführung des Musicals Tabaluga & Lilli von Peter Maffay feierlich eröffnet. Noch heute erinnert das Dach in Form . . .

Buchkritik: „Johann Strauss – Amerikanische Reise“, Bernhard Ecker / Peter Hosek

Privat war Johann Strauss ein zurück gezogener Mensch, der keinesfalls das Bad in der Menge suchte. Er wusste allerdings auch, dass er eine „Marke“ war und sich seinem Publikum zu „verkaufen“ hatte. Und das tat er, wo immer es nötig war. Außer seinem Wiener Ruhm war solcher in reichem Maße für sein Werk, aber vor allem für seine Person auch im Ausland zu ernten (abgesehen von . . .

Basel: „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, Filmmusikkonzert

Zum 20-jährigen Jubiläum des französisch-schweizerischen Erfolgsfilms „Les Choristes“ (Die Kinder des Monsieur Mathieu) präsentierte das Sinfonieorchester Basel zusammen mit der Knabenkantorei Basel an zwei Abenden diesen äußerst sehenswerten Film mit Livemusik und Chor – Es ist die berührende Geschichte des erfolglosen Musikers Clément Mathieu, welcher als Aufseher in einem . . .

Linz: „Something Rotten!“, Karey und Wayne Kirkpatrick und John O’Farrell

Das am Broadway uraufgeführte Musical wurde zehnmal für die Tony Award nominiert. Da aber Hamilton der große Abräumer des Jahres 2015 war, reichte es schließlich nur zu einer Auszeichnung (bester Nebendarsteller). Something Rotten – der Titel ist natürlich eine Anspielung auf Shakespeares Hamlet – brauchte einige Zeit, um in die Gänge zu kommen. Aber . . .

Buchkritik: „Weinbergs Passagierin – Eine Analyse der Auschwitz-Oper“, Ludwig Steinbach

Als die „bei Weitem wichtigste Oper in russischer Sprache seit dem Zweiten Weltkrieg“ bezeichnete David Pountney, der ehemalige Intendant der Bregenzer Festspiele, Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“. Pountney führte Regie bei der szenischen Uraufführung am 21. Juli 2010 in Bregenz – eine konzertante Uraufführung hatte es in Moskau 2006 gegeben. – Weshalb war dieses Werk . . .

CD: „Il Porteňo, Works for tuba, harp, piano.“ Siegfried Jung, Johanna Jung, Susanne Endres

Instrument des Jahres hin oder her. Klar, Wagner, Bruckner, Mahler etc. – das ist opulente Musik, die ohne diese mächtigen Blechblasinstrumente, wie Tuba, Posaune oder Horn nicht denkbar wäre. Aber als Soloinstrument? Tuba? Ein großes, glänzendes Ding, das, wie der Tubist und Kabarettist Andreas Hofmeir kürzlich im WDR-Klassik-Forum erklärte, zur Darstellung von schlechtem Wetter und . . .