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Mailand: „L’amore dei tre re“, Italo Montemezzi

Der Komponist Italo Montemezzi (Vigasio, Provinz Verona 1875-ebenda 1952) ist in Europa außerhalb Italiens nicht sehr bekannt, hingegen in den USA sehr populär. An ihn und seine Werke glaubten nicht nur große Dirigenten wie Toscanini, De Sabata, Serafin oder Marinuzzi, sondern auch der Verleger Ricordi, der ihn nach anfänglichen kleinen Erfolgen unter Vertrag nahm. Und Montemezzi, der 1900 . . .

Pforzheim: „La traviata“, Giuseppe Verdi

Das war ein in jeder Beziehung gelungener Opernnachmittag! Die Neuproduktion von Verdis La traviata an dem schon oft bewährten Theater Pforzheim gestaltete sich zu einem vollen Erfolg! Regisseurin Alicia Geugelin hat in Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Malina Rassfeld und Pia Preuss (Kostüme) ganze Arbeit geleistet. – Die Regiearbeit von Alicia Geugelin ist nicht moderner Natur, . . .

Dresden, Konzert: „Weinberg, Beethoven und Vaughan Williams“, Mirga Gražinytė-Tyla

Mit der Matinee des 3. Saisonkonzerts der Sächsischen Staatskapelle stellt sich die litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla zum ersten Mal mit dem Orchester dem Dresdner Konzertpublikum vor. Am Konzertbeginn dirigierte sie die 3. Symphonie h-Moll op. 45 von Mieczysław Weinberg. – Der in Warschau als Sohn eines jüdischen Theaterkomponisten geborene Mieczysław Weinberg (1919-1996) . . .

Berlin: „Médée“, Marc-Antoine Charpentier

Was haben Kleists Prinz Friedrich von Homburg und Charpentiers Médée gemeinsam? Beide stehen augenblicklich auf einer Berliner Bühne, warum auch nicht, aber in beiden, in der Schaubühne am oberen Kurfürstendamm wie in der Staatsoper Unter den Linden werden sie von Kampftruppen in moderner Ausrüstung umgeben, so dass der verblüffte, gerade einer Tagesschau mit verstörenden Bildern aus . . .

Mönchengladbach: „Ball im Savoy“, Paul Abraham

Im Dezember 1932 fand am Großen Schauspielhaus in Berlin die Uraufführung der Operette Ball im Savoy von Paul Abraham statt. Trotz des großen Publikumserfolgs verschwand das Werk leider auf Grund der jüdischen Herkunft des Komponisten wenig später im „Giftschrank“ der Nationalsozialisten und fand auch nach dem Krieg vorerst nicht mehr den Weg zurück auf die Bühne. Dies änderte sich . . .

Hildesheim: „La Bohème“, Giacomo Puccini

In der Neuinszenierung der sehr oft gespielten Oper hat die junge österreichische Regisseurin Juana Inés Cano Restrepo die tieftraurige Geschichte um die Pariser Näherin Mimi aus dem manchmal verharmlosenden Biedermeier herausgelöst. Sie hat den Stoff aktualisiert, indem sie die zeitlose Auseinandersetzung mit dem Tod in den Mittelpunkt stellt, die Mimi wegen ihrer tödlichen Erkrankung . . .

CD: „Tschaikowsky – Der Wille zum Glück“, Hörbiographie

Vor zwei Wochen, nämlich am 6. November, beging die Musikwelt den 125. Todestag von Peter Iljtsch Tschaikowsky. Bis heute ranken sich um den Tod des Komponisten, dem viele Bewunderer den ersten Rang unter den russischen Tonsetzern zugestehen, mythenartige Legenden. Diese in den unseriösen Bereich des Musikjournalismus zu verdammen, in den sie gehören, ist nur eines der zahlreichen Ziele, die . . .

Wien: „Schwanda der Dudelsackpfeiffer“, Jaromir Weinberger

Mit dem originalen „Schwanda“ hat es nichts zu tun! – Wer böhmische Folklore mit Wiener Psychoanalyse kreuzt, der könnte einen ganz schön schrägen Hybrid hervorbringen. Märchenelemente mit Räuber, Tod und Teufel gegen sexuelle Perversionen eingetauscht? Aber, was soll man sagen – Regisseur Tobias Kratzer ist tatsächlich etwas Seltsames geglückt. Er hat „Schwanda der . . .

Mailand: „Peter Grimes“, Benjamin Britten

So schwach die Regie von Robert Carsen in der Wiener "Manon Lescaut" ist, so bestechend gelang ihm seine Inszenierung von Benjamin Brittens Opernerstling. (Es fragt sich nur, warum diesem immerhin 2000 und 2012 jeweils in Neuproduktionen gezeigten Werk nicht "Billy Budd" vorgezogen wurde, das an der Scala noch nie gespielt wurde). Jedenfalls ist Carsen in einem je nach Szene nur wenig . . .

Bern: „Roméo et Juliette“, Charles Gounod

Von der Hochzeit in der Herrentoilette – Éric Ruf (Regie & Bühne; Szenische Einstudierung: Constance Larrieu) hat 2021 Gounods «Romeo et Juliette» für die Opéra comique inszeniert, nachdem er Shakespeares Bearbeitung des Mythos 2015 bereits für die Comédie Française in Szene gesetzt hat. Da Gounod, wie im Programmheft lang und breit erklärt, ohne Shakespeare nicht zu denken . . .