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Lübeck: „L’armore dei tre re“, Italo Montemezzi

Wozu braucht man schon Drogen, wenn man während 95 Minuten durch Italo Montemezzis geniale Klangwogen in einen ekstatischen, soghaften Rauschzustand versetzt werden kann? Zugegeben, Montemezzis musikalischer Sprache haftet etwas Eklektisches an, macht er doch aus seiner Verehrung für Wagners Musikdramen keinen Hehl, lässt daneben durchaus Einflüsse von Debussy erkennen und würzt das Ganze . . .

Frankfurt, Konzert: „Concertgebouw Orkest“ unter Paavo Järvi

Nach vielen Jahren Abwesenheit durften sich die Frankfurter Konzertbesucher auf ein Wiedersehen mit einem der besten Orchester der Welt freuen. Zu Gast war das traditionsreiche königliche Amsterdamer Concertgebouw Orkest und dessen Gast-Dirigent Paavo Järvi. Als Solistin konnte die einzigartige Lisa Batiashvili gewonnen werden. Was für eine Kombination! – Zu Beginn erklang das 1806 . . .

Wien: „Belshazzar“, Georg Friedrich Händel (Erste Besprechung)

Schon in der Werkeinführung hörte man zuerst von – Wasser. Dass es für die Milliarden Menschen auf dieser Erde nicht genug sauberes Trinkwasser gibt. Was sicherlich stimmt – aber was hat das mit dem Oratorium „Belshazzar“ von Georg Friedrich Händel aus dem Jahre 1745 zu tun? Nun, wenn man aus dem Babylonier-König Belshazzar statt eines Gotteslästerers einen verbrecherischen . . .

Mönchengladbach: „Rigoletto“, Giuseppe Verdi

Als eine der letzten großen Musiktheater-Produktionen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie feierte Giuseppe Verdis „Rigoletto“ am vergangenen Sonntag seine Übernahme-Premiere am Mönchengladbacher Theater. Bereits im November 2019 erblickte diese Produktion in Krefeld das Licht der Welt und schon dort kam die stellenweise wenig schlüssige Umsetzung in vielen Kritiken nicht sonderlich gut . . .

Stuttgart: „Katja Kabanova“, Leoš Janáček

Zu einem gelungenen Opernabend geriet die Wiederaufnahme von Janáčeks Oper Katja Kabanova an der Staatsoper Stuttgart. Der Komponist war bereits 66 Jahre alt, als er dieses beachtliche Werk schrieb. Nahtlos reiht es sich in die Reihe weiterer bedeutender Frauengestalten aus der Feder Janáčeks ein. Erwähnt sei hier nur die Jenufa, seine wohl berühmteste Schöpfung. Aber auch die Katja . . .

Gelsenkirchen: „Don Pasquale“, Gaetano Donizetti

Neben einigen spannenden Raritäten setzt das Musiktheater im Revier in dieser Spielzeit mit Gaetano Donizettis Oper „Don Pasquale“ auf einen beliebten Klassiker des Opern-Repertoires, der vor wenigen Tagen seine Premiere feierte. Und diese Inszenierung kann sich wahrlich sehen und hören lassen. Zsófia Geréb verlagert die Handlung (auf deren ausführliche Schilderung an dieser Stelle . . .

Linz: „La forza del destino“, Giuseppe Verdi

In einer musikdramatischen Notlage ist Linz, schon wegen der guten Erreichbarkeit per Zug, immer eine überlegenswerte Alternative. Wenn in Wien, wie im Vorjahr, in der Karwoche erstmals seit langem kein Parsifal angeboten wird: Auf nach Linz, wo eine respektable Aufführung von Wagners Bühnenweihfestspiels zu erleben ist. Und wenn an der Staatsoper, nach drei Jahren Corona, wieder „Alles . . .