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Lübeck: „Peer Gynt“, Philharmonisches Orchester unter Hendrik Vestmann

Seien wir ehrlich – die meisten Stücke aus Edvard Griegs Bühnenmusik zu Henrik Ibsens dramatischem Gedicht kennt jeder nicht nur auswendig, sondern man hat sich an Vielem auch sattgehört. Von der Kaffeereklame aus den 70ern über Kinder-Märchenplatten bis zu zahlreichen Filmen – die Klänge aus der Halle des Bergkönigs oder der Morgenstimmung sind omnipräsent; letztere hört man mit an . . .

Frankfurt: „Renault Capuçon“, Opern- und Museumsorchester unter Thomas Guggeis

Ein Höhepunkt des Abends war zweifellos Robert Schumanns Violinkonzert in d-Moll, dargeboten vom herausragenden Geiger Renaud Capuçon. Schumanns Werk wurde 1853 komponiert, aber erst nach seinem Tod im Jahr 1937 wiederentdeckt und uraufgeführt. Es ist das einzige Violinkonzert von Schumann und zeigt Einflüsse der Romantik sowie des klassischen Konzertstils. Obwohl es technisch anspruchsvoll . . .

Prag: „Kleider machen Leute“, Alexander von Zemlinsky

„Finden Sie das sehr schön??“ Die ältere Frau, Mitglied einer aus Hamburg angereisten Reisegruppe, fragt mit strengem Blick ihre Bekannte, mit der sie gerade den ersten Akt von Zemlinksy Kleider machen Leute gesehen hat. Hat sie ihn auch gehört? Hat sie auf den Schneider, die junge Dame, die Bürger geschaut? – Man muss zweifeln, auch wenn klar ist, was gemeint ist: Das, was die . . .

München: „Die Passagierin“, Mieczysław Weinberg

Zu den wichtigsten Neuproduktionen an der Bayerischen Staatsoper in letzter Zeit zählt Mieczysław Weinbergs grandiose, bereits 1968 entstandene, aber erst 2010 bei den Bregenzer Festspielen aus der Taufe gehobene Oper Die Passagierin“, die vor kurzem Premiere hatte. Damit ist dem Nationaltheater München ein ganz großer Wurf gelungen. Hier haben wir es mit der wohl besten und bedeutendsten . . .

Krefeld: „Pudelpunk Song Contest“, Jörg Wockenfuß und Nicolas Schwarzbürger

Was verbindet Goethes Faust, den Eurovision Song Contest und Punkmusik? Gar nichts, mag man spontan denken, doch seit gut einem Monat läuft im Theater Krefeld der Pudelpunk Song Contest. In dieser Uraufführung steckt der Komponist Rolf Kugel, einst Mr. Grandprix genannt, in einer Schaffenskrise. Für einen letzten großen Hit würde er sogar seine Seele verkaufen. Plötzlich erscheint ihm Iggy . . .

Nürnberg: „Der Troubadour“, Giuseppe Verdi

Respektlos das Werk demontiert! – Aber zuerst das Positive: Kompliment an das Staatstheater für diese mit „Italianita“ und viel „Feuer“ umgesetzte wirklich schwungvolle musikalische Darbietung. Als ausgezeichneter Kapellmeister erwies sich der junge Jan Croonenbroeck, der recht zügige Tempi vorgab und für mächtig Schwung sorgte. Und wenn dann mal was bissl auseinander geriet, . . .

Straßburg: „Lohengrin“, Richard Wagner

Dem Datum des 13. haftet nach wie vor ein gewisser Aberglaube an, doch für mich war es wie schon so oft ein wahrer Glückstag, denn die DB beendete in der Nacht zum Mittwoch ihren xsten Streik, der pünktlichen ICE-Reise zur L´Opéra national du rhin Strasbourg stand nichts mehr im Wege und somit besuchte ich die zweite Aufführung der Neuinszenierung „Lohengrin“ von Richard . . .

Turin: „Un ballo in maschera“, Giuseppe Verdi

Die Produktion dieser von französischen Stilelementen beeinflussten Tragikomödie Giuseppe Verdis war das Highlight der heurigen Turiner Opernsaison, stand doch mit Riccardo Muti ein Dirigent am Pult, dem – wohl auf eigenen Wunsch – das Tor der Mailänder Scala verschlossen bleibt, so er nicht, wie kürzlich geschehen, mit „seinem“ Orchester aus Chicago dort auftritt. Die Präsenz des . . .

Santa Cruz de Tenerife: „Rusalka“, Antonín Dvořák

Unkonventionelles Storytelling – Anfang März kam die Ópera de Tenerife im Auditorio Adán Martín der Hauptstadt Santa Cruz mit einer sehr sehenswerten und szenisch ungewöhnlichen, aber äußerst geglückten Neuinszenierung von Antonín Dvořáks Rusalka heraus. Regie führte der brasilianische Regisseur André Heller-Lopes aus Rio de Janeiro, der schon lange durch phantasievolle . . .