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Dortmund: „Don Giovanni“, Wolfgang Amadeus Mozart

„Die Oper aller Opern“, wie E.T.A Hoffmann Mozarts Don Giovanni bezeichnete, feierte im Theater Dortmund eine umjubelte Premiere. Am 29. Oktober 1787 fand die Uraufführung von   Il dissoluto punito ossia Il Don Giovanni mit dem Libretto von Lorenzo da Ponte im Nationaltheater Prag statt. Bis heute ist Mozarts Geniestreich eine der meist gespielten Opern in aller Welt. Die Geschichte vom . . .

Nürnberg: „Die Dreigroschenoper“, Bertolt Brecht / Kurt Weill (zweite Besprechung)

Mr. Peachum und seine Frau betreiben ein florierendes Bettler-Unternehmen in London, aber privat läuft es leider nicht so gut. Ihre einzige Tochter Polly hat sich in Mackie Messer verliebt, Englands berüchtigtsten und meistgesuchten Ganoven. Der ist nur deshalb noch auf freiem Fuß, weil er den Polizeichef Tiger Brown bestochen hat, aber die Luft wird immer dünner. Brecht und Weill haben 1928 . . .

Wiesbaden: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagner

In der Schrift „Eine Mitteilung an meine Freunde“ hat Richard Wagner den Fliegenden Holländer eindeutig charakterisiert: Es sei „die Sehnsucht des Odysseus nach Heimat, Herd und Eheweib“ die diese mythische Figur, halb Ahasverus, halb Seefahrer, kennzeichne. Diese „dem ewigen Juden noch verwehrte Erlösung kann der Holländer aber gewinnen durch - ein Weib, das sich aus Liebe ihm . . .

Bonn: „12. Festliche Operngala“ für die Deutsche AIDS-Stiftung

Lieber Opernfreund-Freund, – im Bonner Opernhaus fand gestern zum nunmehr 12. Mal die festliche Operngala zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung. Nicht nur die anwesende Prominenz aus Politik und Gesellschaft hatte sich dazu in feinen Zwirn und prunkvolle Roben gehüllt und durften sich im ausverkauften Saal über ein buntes Potpourri vornehmlich italienischer Opernhits und zudem erstmals . . .

Berlin: „Der Rosenkavalier“, Richard Strauss

Der Rosenkavalier mit drei Debütantinnen – Ein Edelstein im Repertoire der Lindenoper ist André Hellers Inszenierung des Rosenkavalier von 2020 mit ihrer stimmigen Atmosphäre und opulenten Optik (Bühne: Xenia Hausner/Kostüme: Arthur Arbesser). Die 23. Vorstellung der Produktion am 19. Januar 2025 fand das besondere Interesse der Opernfreunde, denn in den drei weiblichen Hauptpartien . . .

Nürnberg: „Die Dreigroschenoper“, Bertolt Brecht / Kurt Weill

Am Abend des 31. August 1928 verhielt sich das Publikum trotz der tropischen Temperatur zu Beginn der Vorstellung noch eisig. Es schien, als sollte die Produktion schon bald sang- und klanglos in den Annalen der Theatergeschichte verschwinden. Da, plötzlich, beim Kanonensong, wurden die Leute wach und verlangten die erste Wiederholung dieses Abends – und Die Dreigroschenoper konnte ihren Weg . . .

Zürich, Ballett: „Of light, wind and waters“, Kim Brandstrup

Atmosphärisch unglaublich dichtes Bühnenbild und Licht - Das war das Hauptelement, welches diesen Ballettabend prägte und nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Geschaffen hatte diese mystische Ausstattung Richard Hudson: Zwei gigantische, in Grau- und Anthrazittönen kunstvoll strukturierte Wände auf der Bühnenrückseite, davor ein Kubus mit ähnlich strukturierten Wänden und einem . . .

Wuppertal: „Von Thalia geküsst“, eine Wupperetten-Revue (zweiter Premierenbericht)

Eine Wupperetten Revue zur Geschichte des Thalia-Theaters in Elberfeld – Ursprünglich reichten zwei Theater für Barmen- Elberfeld nicht aus. 1906 kam das Thalia- Theater dazu, ein Denkmal seiner Zeit mit drei Rängen und 2000 Plätzen. Bis 1929 kamen Weltstars in das Haus, darunter Sara Berhardt und Elenora Duse. – ZurStadtgründungWuppertals1929war dasThalia-Theater renoviert und . . .

Wuppertal: „Von Thalia geküsst“, eine Wupperetten-Revue (zum Ersten)

Einen ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Einblick in ein Stück städtischer Kulturgeschichte zeigt die Wuppertaler Oper derzeit mit dem als „Wupperetten-Revue“ deklarierten Bühnenstück „Von Thalia geküsst“. Eine Eigenkreation des Hauses, die es verdient, trotz ihres engen lokalpolitischen Bezugs auf überregionales Interesse zu stoßen. – Regie führt Intendantin Rebekah . . .

Buchkritik: „Franco Bonisolli – Tenor ohne Grenzen“, Gregor Hauser

„What in the hell are you doing, Franco?“, durchfuhr es Sherill Milnes, 1985 als Jago im Hamburger Otello, angesichts der Vorstellung, die Franco Bonisolli am Ende des dritten Aktes gerade gab. Stolz hatte dieser ihm bei den Proben erzählt, sich mithilfe eines Arztes umfassende Kenntnis über epileptische Anfälle angeeignet zu haben, mit denen er die genannte Szene entsprechend gestalten . . .

Hamburg, Konzert: „Messiaen, Mahler“, Philharmonisches Staatsorchester unter Kent Nagano

Wie bringt mein ein buntes Kirchenfenster zum Klingen, wie es Olivier Messiaen in seinen Couleurs de la Cité céleste umgesetzt hat? Und wie paßt Gustav Mahlers Lied von der Erde programmatisch zu einem Stück der musikalischen Avantgarde der 60er Jahre? Das 5. Philharmonische Konzert des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg unter Leitung von Kent Nagano versuchte, darauf am 12. Januar . . .

Wuppertal, Konzert: „Glanert, Haydn, Brahms“, Sinfonieorchester Wuppertal unter Ruth Reinhardt

Zeitgenössische Musik ist, jedenfalls aktuell in Wuppertal en vogue. Vor wenigen Tagen wurde hier ein Klaviertrios von Lutz Werner Hesse uraufgeführt und das 5. Sinfoniekonzert begann mit Musik von Detlev Glanert, einem der „ meistgespielten Opernkomponisten auf der Welt“ (Semperoper 2023). Insgesamt hat er bisher 14 Opern geschrieben, die auf großen Bühnen (München, Mannheim, Bremen, . . .

Dresden, Konzert: „Schnittke, Tschaikowsky, Strawinsky“, Staatskapelle unter Petr Popelka

Der Prager Musiker Petr Popelka war für uns über fast zehn Jahre eine feste Größe als zweiter Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle, als er im Dezember 2019 mit der Musikalischen Leitung der Premiere von Peter Eötvös „Der goldene Drache“ im Studio „Semper Zwei“ die wenig informierten der Dresdner Konzertfreunde überraschte. Dabei hatte er seit 2016 systematisch . . .