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CD: „Larmes de couteau / Comedy on the Bridge“ von Bohuslav Martinů (zweite Besprechung)

Zwei kleine Meisterwerke – Er schrieb 20 kleinere und große Opern – aber präsent, falls man das Wort angesichts des Randrepertoires überhaupt benutzen darf, ist bei uns lediglich seine späte Oper Julietta. Selten genug, dass einmal die Griechische Passion – auch ein Spätwerk – auf unseren Bühnen gespielt wird. Dass eines seiner vielen frühen Bühnenwerke, zu denen auch nicht . . .

Wien: „L’arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (zweite Besprechung)

Der in Valencia geborene spanische Komponist Vicente Martín y Soler (1754-1806) ist heute nur mehr eingefleischten Opernliebhabern ein Begriff. Zu selten erscheinen seine etwa 19 musikdramatischen Werke auf der Bühne. Und das völlig zu Unrecht, bedenkt man, dass er seinen Zeitgenossen Mozart um 1790 an Popularität übertraf. Er war, mit einer Ausnahme, zeitlebens ein Freelancer, der erst . . .

CD: „Johannes Brahms: Doppelkonzert“ mit Anne-Sophie Mutter und Pablo Ferrández

Eine außergewöhnlich gelungene CD mit der Musik von Johannes Brahms und Clara Schumann präsentiert das Label Sony Classical. Die große Anne-Sophie Mutter spielt darauf zusammen mit ihrem ebenso hinreißenden Cello Kollegen Pablo Ferrández das Doppelkonzert von Johannes Brahms und das Klaviertrio g-moll gemeinsam mit Lambert Orkis am Klavier. – Das letzte Orchesterwerk schrieb Brahms . . .

Meiningen: „Der Wolf und die 7 Geißlein“, Katharina Brankatschk

Da steht ein riesiges Eichhörnchen im kalten Winterwald: Hilmar, allein der Name bringt die jungen Besucher schon zum Quietschen. Zupft er dann auf seiner Mini-Gitarre und erzählt sein Schicksal, hat er bereits die Sympathien gewonnen. Er friert, ist hungrig, alleine und trotzdem keine jämmerliche Figur. Er nimmt sein Leben in die Hand. Als er das „Geißenheim“ entdeckt, einen nicht . . .

Frankfurt, Konzert: „Orchestre National de France“ unter Cristian Macelaru

Was haben Maurice Ravel und Dirigent Carlos Kleiber gemeinsam? Sie bevorzugten die Konversation mit Kindern und hielten sich gerne mit ihnen in deren Kinderzimmern auf und spielten, anstelle sich mit Erwachsenen zu unterhalten. So ist es nicht verwunderlich, dass der Instrumentalzauberer Ravel sich außergewöhnlich tief in das Märchengenre einfühlen konnte. – In den Jahren 1908 bis 1910 . . .

Buchkritik: „Von Spontini bis Strauss“ – Hofoper Berlin im 19. Jahrhundert

Die Staatsoper Unter den Linden ist vielleicht das Opernhaus, an dem sich, zumindest auf den ersten Blick, so wenig von der bewegten Bau- und Vernichtungsgeschichte ablesen lässt wie an keinem anderen deutschen Theatergebäude. Der Besucher, der auf die Fassade an Berlins altem Boulevard schaut, erhält immer noch einen Eindruck von der Architektur des Herrn Knobelsdorff, der dem Preußenkönig . . .

DVD: „Strawinski: Mavra / Tschaikowski: Iolanta“ an der Bayerischen Staatsoper

Live vom Münchner Cuvilliés Theater kommt der vorliegende DVD-Mitschnitt der beiden Operneinakter Mavra von Igor Strawinsky und Iolanta aus der Feder Peter I. Tschaikowskys. Aufgenommen wurde eine Aufführung vom Juli 2019. Hierbei handelt es sich um eine interessante Angelegenheit. Zunächst einmal  in Anlehnung an das informative Booklet einige kurze Worte zum Inhalt: In der Iolanta . . .

Frankfurt, Konzert: „London Symphony Orchestra“ unter Simon Rattle

Sibelius trifft auf Rachmaninow. Eine reizvolle Begegnung, insbesondere wenn es Gelegenheit gibt, diese anspruchsvolle Musik von einem herausragenden Orchester zu hören. Das traditionsreiche London Symphony Orchestra war nun in dieser Konstellation mit seinem scheidenden Chefdirigenten Sir Simon Rattle zu erleben. Mit Sibelius hat sich Rattle intensiv beschäftigt und seine Werke oft zyklisch . . .

Lüttich: „Alzira“, Giuseppe Verdi (zweite Besprechung)

Giampaolo Bisanti dirigiert mit Können zum Einstand als neuer Musikdirektor Verdis am wenigsten gespielte Oper – weil sie dem Komponisten Bauchweh bereitete… – Die Opéra Royal de Wallonie-Liège hat ein betont italienisches Profil und gilt deswegen seit vielen Jahren als „nördlichste Oper Italiens“. Dies war schon so zu Zeiten des früheren Direktors Jean-Louis Grinda, der sich . . .