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CD: „Rachmaninov: Sämtliche Symphonien“, Leonard Slatkin und das Detroit Symphony Orchestra

Am 1. April ist der 150. Geburtstag des großen Sergej Rachmaninov. Wie schön, dass das Label Naxos nun eine Gesamtaufnahme seiner drei Sinfonien mit dem Detroit Symphony Orchestra und dem Dirigenten Leonard Slatkin herausgibt. Slatkin, der so vielseitige Alleskönner, war zum Zeitpunkt der Aufnahmen Chef in Detroit. Immer wieder beschäftigte sich der amerikanische Maestro intensiv mit dem . . .

Wiesbaden, Konzert: „Hessisches Staatsorchester“, Milhaud, Ravel, Strawinsky

Es war um die Zeit der 1920er Jahre, da kam der Franzose Darius Milhaud intensiv mit dem Jazz in Berührung. Diese neuartige Musik begann ihn zu faszinieren. So entschloss er sich, in der in Auftrag gegebenen Ballettmusik „Die Erschaffung der Welt“ vor allem Jazzelemente einfließen zu lassen. Die Handlung basiert auf afrikanische Mythen und Volkskunst. In knapp zwanzig Minuten wird diese . . .

Cottbus: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner

Cottbus ist die Tuchstadt und der Stoff, aus dem die Opernträume sind! Und hat ein schönes kleines Theater. Die Wagner Oper „Tristan und Isolde“ steht im Staatstheater Cottbus nun auf dem Spielplan. Ein Haus, wo man die Oper nicht unbedingt vermutet. So fuhr ich am 4. März nach Cottbus und war schon vor Beginn sehr angetan. Hat sich die Bürgerschaft ein sehr schönes Theater im Jugendstil . . .

Nürnberg: „Alice in Wonderland“ als musikalisches Schauspiel

Es nennt sich: „Musikalisches Schauspiel“ – und es ist ein musikalisches Schauspiel. Vera Mohrs, Leiterin der Sparte Schauspielmusik am Staatstheater Nürnberg, hat zusammen mit Kostia Rapoport eine weitere „Alice in Wonderland“-Version vorgelegt, die sich schon deshalb gewaschen hat, weil sie das Prinzip der Sprachanalyse und -verdrehung auf die Spitze treibt; wäre ich ein Hase, ein . . .

Hamburg, Konzert: „Mozart“ und der Tod in Wort und Musik

Der Titel der Veranstaltung am 5. März in der Hamburger Elbphilharmonie, „Mozart und der Tod in Wort und Musik“, gibt bei weitem nicht wieder, was da an musikalischer und verbaler Kraft und Intensität zusammengeballt war, um das auszudrücken, was das Jahr 1791 für Mozart und sein Schaffen, somit auch für die Nachwelt bedeutete. Daß das eigene Sterbejahr mit der Komposition des wohl . . .

Kontrapunkt: „Kann eine Frau nicht sein wie ein Mann?“ – Anmerkungen zum Film Tár

„Kann eine Frau nicht sein wie ein Mann?“ mäkelt Professor Higgins in der deutschen Übersetzung der „My Fair Lady“ herum, und damit spricht er dem weiblichen Geschlecht, als es noch unzweifelhaft ein solches gab, (weil sie eben nicht wie ein Mann ist) alle guten und souveränen Eigenschaften ab. – Mittlerweile hat sich das Rad der Geschichte (oder sagen wir: der Entwicklung, denn . . .

Piacenza: „Il trovatore“, Giuseppe Verdi

Ein triumphaler Abend in der Stadt, die nur rund 70 km von Mailand entfernt ist und doch schon in einer anderen Region, nämlich in der Emilia, liegt. Auch hier gibt es zahlreiche Hardcorefans, die vielleicht nicht ganz so heikel sind wie das Publikum in Parma, aber ihren Verdi gleichfalls im Herzen tragen. – Ein stimmlich eindrucksvolles Solistenquartett eroberte die Zuschauer im Sturm, . . .

Buchkritik: „Isolde – Richard Wagners Tochter“, Eva Rieger

Vor zehn Jahren befasste Eva Rieger sich mit dem Schicksal der Wagner-Enkelin Friedelind, nun ist ihr neuestes Buch erschienen und ist der Wagner-Tochter Isolde gewidmet. Beiden Nachkommen gemeinsam ist der ihr gesamtes Leben überschattende Zwist mit den in Wahnfried ansässigen und die Festspiele leitenden Wagners, beiden gemeinsam ist aber auch die offensichtliche künstlerische Begabung, die . . .

Nürnberg: „Die Großherzogin von Gerolstein“, Jacques Offenbach

In der Pause aber gehen schon einige Besucher. War ihnen die Chose zu wild? Fanden sie die Groẞherzogin zu aufgekratzt, den General zu blödsinnig, den Chor zu dumm, die Liebhaber zu lächerlich? War ihnen – horribile dictu! – die Musik des genialen „Mozarts der Champs Elysée“ zu trivial? Es bleibt wieder mal ein Rätsel. – Halten wir fest, dass eine Operette, noch dazu eine von . . .