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Zürich: „Eliogabalo“, Francesco Cavalli

Man erinnert sich: Als vor über zehn Jahren bekannt wurde, dass Andreas Homoki die Intendanz des Opernhauses Zürich übernehmen werde, war der Aufschrei in gewissen konservativen Kreisen des Publikums groß, hatte Homoki doch während seines Direktoriums an der Komischen Oper Berlin dem als "Skandalregisseur" titulierten Katalanen Calixto Bieito mehrmals Inszenierungen anvertraut, so etwa die . . .

Oldenburg: „Elias“, Felix Mendelssohn-Bartholdy

Eigentlich gilt der Elias von Felix Mendelssohn-Bartholdy als Oratorium. Aber er ist sehr opernhaft komponiert, vielleicht der Sehnsucht Mendelssohns geschuldet, eine große Oper zu komponieren. Elias ist jedenfalls vor allem ein großes Chorwerk, bei dem der Chor trotz vieler solistischer Partien die Hauptrolle spielt.  Die Zwitterstellung des Werkes legt eine szenische Darbietung aber . . .

Berlin: „Mitridate, Re di Ponto“, Wolfgang Amadeus Mozart

Bereits zum vierten Mal finden in der Berliner Staatsoper die spätherbstlichen und frühwinterlichen Barocktage statt, die einerseits der Staatskapelle unter ihrem Chefdirigenten Daniel Barenboim die Möglichkeit zu Gastspielen im Ausland gaben und auch in diesem Jahr geben sollten, die andererseits berühmte, auf barocke Musik spezialisierte Orchester und ihre Dirigenten nach Berlin holen . . .

Meiningen: „Der Graf von Monte Christo“, Frank Wildhorn

Wenn ein Regisseur in seiner Inszenierung selbst auf der Bühne steht und gleich in eine Doppelrolle schlüpft, zeugt das nicht nur von Selbstbewusstsein, sondern auch von Spielfreude. Das wirkt ansteckend auf alle, die in diesem Musical mitwirken. Cusch Jung ist kein Nischenproduzent populärmusikalischer Massenware. Das bewies der Erfolg der Uraufführung seiner deutschen Version von Frank . . .

Hagen: „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“, Giacomo Puccini

Lieber Opernfreund-Freund, – Puccini selbst hat La Fanciulla del West, als seine beste Oper bezeichnet – und doch wird Das Mädchen aus dem Goldenen Westen, so der sperrige deutsche Titel des 1910 an der New Yorker MET aufgeführten Werkes, vergleichsweise selten gespielt. Das mag damit zusammenhängen, dass die Oper zwar menschliche Abgründe zeigt, jedoch mit einem Happy-End aufwartet. . . .

Lüttich: „Alzira“, Giuseppe Verdi (erste Besprechung)

Lieber Opernfreund-Freund, – zu Verdis unbekanntesten und am seltensten aufgeführten Opern gehört die 1845 uraufgeführte Alzira. Sie erzählt vordergründig die Geschichte der peruanischen Prinzessin Alzira, die den Gouverneurssohn Gusmano heiraten soll. Sie verspricht sich ihm, wenn er ihren eingekerkerten Geliebten, den Inkahäuptling Zamoro, begnadigt. Der aber kann fliehen und . . .

Frankfurt: „Tamerlano“, Georg Friedrich Händel

Die Vorstellungen der Premierenserie von Händels Tamerlano vor drei Jahren waren bereits im Voraus sämtlich ausverkauft. Wir hatten der Produktion seinerzeit den OPERNFREUND-Stern verliehen. Nun gibt es eine der im Bockenheimer Depot seltenen Wiederaufnahmen. Eine gute Gelegenheit für alle, die beim letzten Mal keine Karten mehr abbekommen haben, eine faszinierend unkonventionelle Produktion . . .

OF-Schnuppe: „L’arbore di Diana“ – Oper in der Bedürfnisanstalt

Unsere Wiener Kritikerin schreibt noch sehr nett „Pech gehabt. Keine gelungene Umsetzung einer Barockoper für ein zeitgenössisches Publikum“. Wenn ich das lese komme ich aber zum Schluss: Mitnichten! – Natürlich gibt es Opernbesucher, die sowas für eine tolle Inszenierung halten, unter anderem Klientel, die sich auf Toiletten wohlfühlt und dort das kulturelle Zentrum des Lebens . . .

Wien: „L’arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (erste Besprechung)

Pech gehabt. Dabei waren die Erwartungen so hoch gespannt gewesen. Die allererste Premiere des nun so genannten MusikTheaters an der Wien hatte in der Ära von Stefan Herheim in der Kammeroper stattgefunden und die sehr gelungene Umsetzung einer Barockoper für ein zeitgenössisches Publikum geboten. Man konnte also Hoffnungen auf den nächsten Abend setzen, einem Mozart-Zeitgenossen gewidmet. . . .

Budapest: „Die Götterdämmerung“, Richard Wagner

Nachdem „Die Walküre“ und „Siegfried“ im Rahmen der beiden zyklischen November-Aufführungen der Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner in der Regie und mit dem visuellen Konzept von Géza M. Tóth sowie im Bühnenbild von Gergely Z Zöldy sehr erfolgreich über die Bühne gegangen waren, erschien es sicher, dass auch die „Götterdämmerung“ viel Neues und . . .

Budapest: „Siegfried“, Richard Wagner

Am Tag nach der „Walküre“ folgte an der Budapester Staatsoper die Generalprobe der Wiederaufnahme des „Siegfried“ aus dem Jahre 2019, also keine normale Aufführung. Da aber nicht markiert wurde und die GP wie eine normale Aufführung ablief, nur vor weniger Publikum, erteilte der Int. Kommunikations-Manager der Staatsoper die Freistellung zur Rezension. Dieser „Siegfried“ ist also . . .

Luzern: „Das Bildnis des Dorian Gray“, Oscar Wilde

Der einzige Roman Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde hat den Ästhetizismus und das Dandytum des ‘Fin de siècle’ zum Thema und stellt einen der ersten Versuche dar, die Homoerotik in den englischen Roman einzuführen. (© Wikipedia). Durch die Darstellung dieses Tabuthemas wurde der einzige Roman Oskar Wildes berühmt und der Verfasser zum Teil gesellschaftlich ausgegrenzt. Zu . . .

CD: „Das Himmelskleid“, Ermanno Wolf-Ferrari (1. Besprechung)

Sie war bereits im Jahre 1997 bei dem Label Marco Polo einmal auf CD erschienen: Die Aufnahme von Ermanno Wolf Ferraris Oper Das Himmelskleid. Jetzt ist diese beachtenswerte Einspielung bei dem Label NAXOS erneut auf CD veröffentlicht worden. Dieser liegt eine Aufführung des Theaters Hagen aus dem Jahre 1996 zugrunde. Hierbei handelt es sich indes nicht um einen Live-Mitschnitt. Die Aufnahme . . .