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Nürnberg: „La Traviata“, Giuseppe Verdi

Die Oper beginnt vor dem Fest. Allein da sehen wir schon das Unglück nahen. Mujeres al borde de un ataque de nervios – Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs – das Plakat zum Film hängt unübersehbar an der Wand. Die junge Frau kommt in den Raum, beginnt zu sprechen, macht sich fertig für den Abend, schminkt sich, plappert in die Kamera, empfängt ihre lustigen Freundinnen und setzt sich . . .

Osnabrück: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagner

Lieber Opernfreund-Freund, – große romantische Oper gibt es derzeit in Osnabrück zu erleben – und die Zeichen stehen auf Generationenwechsel. Mit Wagners fliegendem Holländer präsentiert sich eigentlich der neue Generalmusikdirektor Christopher Lichtenstein dem Osnabrücker Publikum. Doch auch der neue Erste Kapellmeister Benjamin Huth, der die gestrige Vorstellung, die ich mir gerne . . .

Linz: „Der Rosenkavalier“, Richard Strauss

Vor acht Jahren gelangte Hermann Schneiders durchdachte und bewegende Inszenierung der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal am Musiktheater Linz zur Aufführung, die vom Österreichischen Musiktheaterpreis 2019 zurecht als beste Gesamtproduktion im Bereich Oper ausgezeichnet wurde. Nun widmet sich der Intendant, wiederum zusammen mit Markus Poschner am Pult des . . .

Baden-Baden: „Nijinsky“, John Neumeier

Der Gott des Tanzes Vaslaw Nijinsky: 1889 in Kiew geboren, 1950 in London verstorben. Er war und ist der größte Tänzer des 20. Jahrhunderts. Er war der Dieu de la Danse und wurde zur Legende. Er war halb Mensch und halb Gott und sah sich selbst als Clown Gottes. Sein Leben spielte sich zwischen Bühne und Krankenhaus ab, seine Diagnose war Schizophrenie. Seine Karriere war zwar kurz, aber der . . .

Dresden, Konzert: „Bach: h-Moll-Messe“, Dresdner Philharmonie unter Hans-Christoph Rademann

Interessant im kompositorischen Spätschaffen von Johann Sebastian Bach (1685-1750) erweisen sich seine vier lateinischen Messen BWV 233 bis 236, das Magnificat BWV 243 mit seiner 1723 uraufgeführten Erstfassung BWV 243a und die große Messe in h-Moll BWV 232. Was zunächst für uns heute etwas unerklärlich erscheint, findet seine Ursache darin, dass auch noch viele Jahre nach der Reformation . . .

Gießen: „L’elisir d’amore (Der Liebestrank)“, Gaetano Donizetti

Das Stadttheater Gießen hat eine sichere Hand bei der Produktion von musikalischen Komödien. In der vergangenen Saison brachte es zu Beginn die herzerfrischende zeitgenössische Komische Oper Ich, ich, ich! heraus und beendete die Spielzeit mit der gewitzten deutschen Erstaufführung von Gershwins Wintergreen for President (die empfehlenswerte Produktion wird übrigens ab dem 11. Oktober . . .

Essen, Konzert: „Rossini, Chopin, Schostakowitsch“, London Symphony Orchestra unter Antonio Pappano

Darstellung des Terrors und der Unterdrückung – Am 9. August 1975, also vor 50 Jahren, starb Dmitri Schostakowitsch – am 17. Dezember 1953 wurde seine gut einstündige 10. Sinfonie uraufgeführt; ein nicht leicht zu rezipierendes Werk. Ein differenziertes, vielfach verschlüsseltes Portrait des Massenmörders Stalin, jenem Führer Russlands, durch den der Komponist sein Leben lang . . .