Weimar: „Der goldene Hahn“, Nikolai Rimsky-Korsakow

Die Dernière dieser Aufführungsserie der letzten Oper von Rimsky-Korsakow nach Puschkins Märchen „Der Goldene Hahn“, das übrigens auch dessen letztes war, war vor vollbesetztem Haus ein großer Erfolg. Das ist nicht zuletzt dem hervorragenden Sängerensemble zu danken. Ganz zu Anfang, schon mit den ersten gesungenen Phrasen macht der einen Astrologen darstellende Tenor Taejun Sun mit . . .

Duisburg: „La Fille du régiment“, Gaetano Donizetti

Kann man in der heutigen Zeit, in denen der Krieg vor den Toren Europas allgegenwärtig ist, Gaetano Donizettis Oper Die Regimentstochter noch auf den aktuellen Opern-Spielplan setzen? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten und sicherlich gibt es sehr gute Argumente dafür wie auch dagegen. Das Theater Krefeld hat sich vor einigen Monaten bekanntlich dafür entschieden, eine geplante . . .

Linz: „Fun Home“, Alison Bechtel / Jeanine Tesori

Die 1960 geborene Autorin wuchs im ländlichen Pennsylvania in einer vordergründig ganz normalen, oft durchaus vergnügten Familie auf. Allenfalls fiel auf, dass die kleine Alison sich eigentlich lieber, wie ein Bub als wie ein Mädchen kleidete. Das nervte gelegentlich ihren anscheinend sehr korrekten Vater, der sowohl Englisch-Lehrer in der örtlichen Schule als auch Begräbnisunternehmer war, . . .

Salzburg, Osterfestspiele: „Tannhäuser“, Richard Wagner (zweite Besprechung)

Herbert von Karajan, bekanntlich Gründer der Osterfestspiele Salzburg, hatte dort als einzige Oper bzw. Musikdrama von Richard Wagner nie den „Tannhäuser“ gespielt. Er blieb, wie Wagner am Schluss seines Lebens sagte, Salzburg noch den „Tannhäuser“ schuldig. Bei Wagner war es freilich die ganze Welt, obwohl diese, zumindest die Opernwelt, mit einem solch genialen universalen Kunstwerk . . .