Braunschweig: „Der hinkende Teufel“, Jean Françaix / „Die Geschichte vom Soldaten“, Igor Strawinsky

Der französische Komponist Jean Françaix (1912-1997), 1979 Spohr-Preisträger  der Stadt Braunschweig, fand mit Instrumentalwerken mehr Anklang als mit seinen wenigen Beiträgen zum Musiktheater. Dazu gehört die bereits 1937 entstandene, mit rund zwanzig Minuten ganz kurze, komische Kammeroper „Der hin­kende Teufel“, die zurückgeht auf den gleichnamigen Schelmenroman von Alain-René . . .

Salzburg: „La finta giardiniera“, Wolfgang Amadeus Mozart

Je mehr ich über Mozarts „Dramma giocoso“ La finta giardiniera, KV 196 nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass die Musik und das Libretto eine Mischung aus Ironie und Aufrichtigkeit widerspiegeln, wie sie im achtzehnten Jahrhundert üblich war. Keine der Situationen ist für bare Münze zu nehmen, und doch kommen gleichzeitig echte, tiefe Gefühle zum Ausdruck. Das Libretto, das . . .

Nürnberg: „Goldberg“, Ballett von Goyo Montero

Abstrakt? Ein abstraktes Ballett. Kann ein (Tanz-)Theater zumal von Goyo Montero, der sich so gut auf die Menschendarstellung versteht, „abstrakt“, also nur dem Verstand oder in der Einbildungskraft zugänglich sein? Natürlich kann ein Theater nicht abstrakt sein – aber die neue Produktion des Nürnberger Compagniedirektors ist sicher das Abstrakteste, das er je für Nürnberg geschaffen . . .