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Berlin: „Der fliegende Holländer“, Richard Wagner

Nur ein Traum – Auch nach wiederholtem Besuch der Holländer-Produktion, nun nach dem Schillertheater in der Staatsoper unter den Linden zu besichtigen, ursprünglich aber aus Basel stammend, ist der Moment sehenswert, in dem aus dem Riesenmeeresgemälde Dalands Matrosen in sein mit Büchern gut bestücktes Studierzimmer springen, in dem Senta über dem Bild vom Fliegenden Holländer . . .

Hamburg: „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbach

Die Kritik war bislang nicht immer gnädig mit Daniele Finzi Pascas bildstarker Inszenierung von Offenbachs opéra fantastique „Les Contes d´Hoffmann“ in der Hamburger Staatsoper, die seit der Premiere am 4. September 2021 mit unterschiedlicher Besetzung aufgeführt wird. – Liegt es daran, daß der Schweizer Regisseur vom Zirkus kommt und man von Vornherein irgendwas Akrobatisches, . . .

Wien: „Die stumme Serenade“, Erich Wolfgang Korngold

Mit seiner Oper „Die tote Stadt“ von 1920 ist es Erich Wolfgang Korngold tatsächlich gelungen, sich einen Platz in den Opernrepertoires zu sichern. Das wirkungsvolle Werk wird immer wieder gespielt. Kein anderes seiner Bühnenstücke konnte sich hingegen in den Spielplänen, ja nicht einmal im Bewusstsein der Opernfreunde halten. Dabei hat ihn sein Ehrgeiz. Bühnendramatisches zu schaffen, . . .

Dresden, Konzert: „Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“ featuring Martin Grubinger

Seit den Musikfestspielen des Jahres 2012 war Martin Grubinger eine feste Größe im Festival- Programm. Besonders gern erinnert man sich in der Stadt an seine Uraufführung des „Konzertes für Schlagzeug und Orchester“ des türkischen Komponisten und Pianisten Fazil Say mit der Philharmonie im März 2019. Der Ausnahme-Perkussionist, der vor wenigen Tagen seinen vierzigsten Geburtstag . . .

CD: „Giuseppe Scarlatti“, I portentosi effetti della madre natura

Die Bayreuther Markgrafen pflegten schon seit dem 17. Jahrhundert die Gattung. Seit einigen Jahren wird daher das Markgräfliche Opernhaus dank der Musica Bayreuth, den kooperierenden Musikfestspielen Potsdam Sanssouci und dem Festival „Bayreuth Baroque“ mit passenden und qualitätvollen Produktionen bestückt. Umso schöner, dass viele dieser Attraktionen nachhaltig auf CD gebannt werden. . . .

Wien: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc

Francis Poulenc (1899-1963) hat mit seiner einzigen abendfüllenden Oper wohl eines der letzten Werke geschaffen, die Einzug in den Kanon der weltweit gespielten Opernwerkegefunden haben. Meiner Meinung nach hat dies nach ihm nur noch Benjamin Britten mit „A Midsummer Night’s Dream“ geschafft, alle später entstandenen Opern haben bestenfalls temporäre oder lokale Bedeutung errungen. Wie . . .

Buchkritik: „Cosima Wagner – Ein widersprüchliches Leben“ – Sabine Zurmühl

Eine farbliche Leitmotivik durchzieht Sabine Zurmühls Biographie über Cosima Wagner, nämlich ein Wasserblau. Dieses Blau fällt zuerst ins Auge und zwar strahlt es aus Cosimas eigenen Augen vom Titelbild mit dem berühmten Portrait von Franz von Lenbach aus dem Jahre 1870. Im Layout des ganzen Buches von den Seitenzahlen und Kapitelüberschriften über die Anmerkungsziffern bis zum . . .

Karlsruhe: „Elektra“, Richard Strauss

Zu einem großen Erfolg geriet die Wiederaufnahme von Strauss‘ Elektra am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Regisseur Keith Warner hat in Zusammenarbeit mit Boris Kudlicka (Bühnenbild) und Kaspar Glarner (Kostüme) hervorragende Arbeit geleistet. Das war hochkarätiges Musiktheater vom Feinsten, das einen ganz in seinen Bann zog. Warner hat das Werk geschickt modernisiert und mit einer . . .