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Straßburg: „Das Märchen vom Zaren Saltan“, Nikolai Rimski-Korsakov

Da dieses Werk von Nikolai Rimski-Korsakov, das mit Ausnahme in Osteuropa nur zum äußerst selten gespielten Repertoire gehört, scheint mir eine Inhaltsangabe angebracht: Im Prolog überlegen drei Schwestern, was sie täten, wenn der Zar eine von Ihnen zur Gemahlin nehmen würde. Der Herrscher hat sie belauscht und wählt die Jüngste, die ihm „nur einen Sohn“ schenken will. – Kaum . . .

Duisburg: „Das fliegende Klassenzimmer“, Lucia Ronchetti

Am vergangenen Wochenende fand die Uraufführung der neuesten Familienoper aus dem Projekt „Junge Opern Rhein Ruhr“ am Theater Duisburg statt. Hierbei nahm man sich mal wieder einen Klassiker der Kinderbuchliteratur vor und brachte mit Das Fliegende Klassenzimmer eine sehr unterhaltsame Vorstellung auf die große Bühne des Opernhauses. Friederike Karig schuf ein Libretto nach dem . . .

Buchkritik: „Richard Wagner: Lohengrin“ in Bildern von Rosa Loy und Neo Rauch

Als Keith Warner einst den Lohengrin bei den Bayreuther Festspielen inszenierte, sagte er, dass die Grundfarbe der Oper für ihn Schwarz sei. So sah die Bühne dann auch meist aus: ein Waste Land auf schwarzem Grund. Ein unbefangener Hörer, der die Farbe der Oper nach dem Klang der Musik beurteilen müsste, käme nach Anhören des Vorspiels mit größter Wahrscheinlichkeit auf einen schimmernden . . .

Bayreuth: „L’Incoronazione di Poppea“, Claudio Monteverdi

Die Diskrepanz könnte kaum größer sein, auch wenn für einen unvoreingenommenen Beobachter unter dem Zeichen des „Barock“ alles eins scheint. – Das Markgräfliche Opernhaus wurde 1748 eingeweiht: als Bau des Absolutismus, der die These erhob, dass alle Gewalten vernunftgemäß im Zentrum der Monarchie zusammenlaufen. Die Oper, genauer: das Musikdrama von der Krönung der Poppea . . .

Wien: „Die lustigen Weiber von Windsor“, Otto Nicolai

Jeder wird sich in tiefster Bewunderung vor Giuseppe Verdi verbeugen, nicht zuletzt dafür, wie er mit „Falstaff“ eine Opara buffa in olympische Höhen der Musik katapultiert hat. Das war 1893. Doch 44 Jahre davor gab es schon eine Vertonung von Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“, und im Grunde ist Librettist Salomon Hermann Mosenthal schon so ähnlich verfahren wie Arrigo Boito . . .