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Berlin: „Samson et Dalila“, Camille Saint-Saëns (zweite Besprechung)

Stimmungsvoll beginnt die Aufführung von Saint-Saëns’ Samson et Dalila in der Inszenierung des argentinischen Filmregisseurs Damián Szifron. Nach der Premiere 2019 hinterlässt die aktuelle Wiederaufnahme-Serie sogar noch einen stärkeren Eindruck, denn einige seltsame Einfälle des Regisseurs waren eliminiert worden. Ètienne Pluss hatte für den 1. Akt in der Stadt Gaza vor dem Tempel des . . .

Meiningen, Sprechtheater: „Maria Stuart“, Friedrich Schiller

Ausnahmsweise mal Sprechtheater par excellence. Man findet es ja nur noch selten. Es ist eine Hommage an die Künstler, die Unsichtbares und Unausgesprochenes gestalten. Matthias Schubert, längst eine Größe im Sounddesign für Film und Theater, hat ein sehr feines Gespür für den wohldosierten und gezielten Einsatz seiner Klänge. Ein Schauspiel braucht keine sinnfreie Berieselung mit . . .

Wien: „La Perichole“, Jaques Offenbach (zweite Besprechung)

Nach Wikipedia liegt der dreiaktigen opéra-bouffe, deren Libretto von dem Erfolgsduo Henri Meilhac und Ludovic Halévy stammt, die historische Liaison zwischen Manuel d‘ Amat i de Junyent, Vizekönig von Peru zwischen 1761 und 1776, und der Schauspielerin María Micaela Villegas y Hurtado (1748-1819), genannt La Perricholi, zu Grunde. Jacques Offenbach war ein aufmerksamer und scharfer . . .

Magdeburg: „Eugen Onegin“, Peter I. Tschaikowski

Wieder einmal – diesmal in Magdeburg – traf eine unverständliche, teilweise geradezu mysteriöse Inszenierung auf eine hervorragende musikalische Verwirklichung, die einen dann doch mit der Regie etwas versöhnte. Der neue Generalintendant des Hauses Julien Chavaz hatte sich in einer Kooperation mit der Opéra de Lorraine in Nancy Tschaikowskis beliebter „Lyrischen Szenen“ angenommen, . . .

Frankfurt, Konzert: „hr-Sinfonieorchester“ – Russischer Abend mit Mussorgski, Prokofjew und Rachmaninow

Modest Mussorgski, der eigenwillige Alkoholiker aus Karewo galt bei vielen seiner Kollegen als schwierig und unzumutbar. Kein Wunder also, dass seine spröden Werke in deren unvollkommener Urgestalt wenig Zuspruch widerfuhr. Nicht anders erging es seiner 1867 entstandenen Komposition „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“. Das wilde Hexentreiben in der Johannisnacht gab es in der Urfassung . . .

Frankfurt: „Eugen Onegin“, Peter I. Tschaikowski

Die Frankfurter Produktion von Eugen Onegin aus dem Jahr 2016 profitiert ganz wesentlich von den Schauwerten des Bühnenbildes (Katja Haß). Die Szene ist zeitlich vom zaristischen Rußland in ein Ostblockland der späten 1980er Jahre versetzt worden. Der Spielort ist ein gehobenes Restaurant, dessen Rückwand von einem kolossalen realsozialistischen Mosaik geprägt wird. Durch Drehung um 180 . . .

Wien: „La Périchole“, Jacques Offenbach (Erste Besprechung)

Eigentlich war man ins Museums Quartier gekommen, um in einer Produktion des Theaters an der Wien Offenbachs Opéra-Bouffe „La Périchole“ zu sehen, und nicht einen billigen Kabarett-Abend im Pradler-Stil, den Regisseur Nikolaus Habjan bereitstellte. Keine Frage, dass Offenbachs Operetten als politische Satiren gedacht und folglich aktuelle Anspielungen eingeplant waren, aber das dürfte . . .

Frankfurt, Konzert: „Opern- und Museumsorchester“, Spanischer Abend

Wenn ein Land besonders häufig musikalisch vertont wurde, dann ist es Spanien! Von jeher beschäftigte dieses so vielschichtige Land die Komponisten. Von daher war es eine besonders schöne Idee, dieses Spanien in den Mittelpunkt des aktuellen Konzertes der Frankfurter Museumsgesellschaft zu stellen. Als Kontrast gab es dazu die seltene Begegnung mit dem Violinkonzert des Armeniers Aram . . .