Gelsenkirchen: „Jolanta / Le Rossignol“, Doppelabend

Jolanta - Wie man Blinde zum Sehen bringt. – „Ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können“ – so wünschte sich der Komponist den idealen Stoff für eine Oper einmal. Jolanta ist nun nicht gerade sein bestes, obwohl sein letztes Werk. Tschaikowskys problematische Oper beruht . . .

Hildesheim: „Dornröschen“, Engelbert Humperdinck

Regelmäßig findet sich Engelbert Humperdincks beliebte Märchenoper „Hänsel und Gretel“ im Repertoire auch kleinerer Theater; nur selten kann man seine „Königskinder“ erleben. Seine Vertonung des Grimm’schen Märchens „Dornröschen“, angereichert mit einigen frei erfundenen Szenen, ist eine Rarität auf den Spielplänen. Die Schriftstellerinnen Elisabeth Ebeling und Bertha . . .

Weimar: „My Fair Lady“, Alan Jay Lerner / Frederick Loewe

„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen …“ Wer kennt sie nicht, die Klassik-Hits aus My Fair Lady! „Ich hätt‘ getanzt heut Nacht“, „Mit ´nem kleenen Stückchen Glück“ und viele mehr. – Viele Menschen träumen schon im Kindesalter davon, was sie einmal werden möchten. Eliza Doolittles größter Wunsch ist es, Verkäuferin in einem noblen Londoner Blumenladen . . .

Wien: „Maria de Buenos Aires“, Astor Piazzolla – zum Zweiten

Eine Aufführungsserie, die noch vor der Premiere ausverkauft ist – das spricht für das dramaturgische Geschick eines Opernhauses und für die Neugierde eines Opernpublikums, Gelungen ist dies dem MusikTheater an der Wien mit der Kammeropern-Aufführung von „Maria de Buenos Aires“, ein von ihrem Schöpfer als Tango Operita bezeichnetes Werk, wie man es hierzulande noch nicht erlebt hat. . . .

Leipzig: „Die Fledermaus“, Johann Strauss

Obwohl viel Champagner getrunken, getanzt und fröhlich miteinander gespielt wurde, kam die dunkle Seite des Librettos deutlich zum Vorschein. Indem die Inszenierung nicht versucht, das Wien der 1870er Jahre nachzustellen, lenkt sie die Aufmerksamkeit auf Themen wie Eifersucht, Ressentiments, Rache und den Wunsch nach sexueller Erfüllung in einer Weise, die von der Gesellschaft verurteilt wird. . . .

Braunschweig: „Béatrice et Bénédict“, Hector Berlioz

Äußerst selten kann man hierzulande die Opéra-comique „Béatrice et Bénédict“ von Hector Berlioz erleben, anders als dessen monumentale Opern „Les Troyens“ oder „La damnation de Faust“. Vielleicht wäre sie bekannter, wenn sich Berlioz bei seiner letzten Oper für den Titel der Shakespeareschen Vorlage „Viel Lärm um nichts“ entschieden hätte, allerdings für ein Werk des . . .

Berlin, Ballett: „Approximate Sonata/One Flat Thing/Blake Works I“, William Forsythe

Drei Choreografien des mittlerweile 74jährigen William Forsythe aus unterschiedlichen Schaffensperioden präsentiert der neue Abend des Staatsballetts in der Deutschen Oper Berlin. Die Premiere am 16. Februar 2024 in Anwesenheit des Choreografen endete mit langanhaltendem Beifall. Was die Leistungen der Compagnie betrifft, waren diese durchaus berechtigt, absolvierte das Tanzensemble die hohen . . .