Reisebilanz IV: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Natürlich kann, ja muss man den Satz zitieren, den der Dichter in seinen dem Stücktext angefügten Anmerkungen geschrieben hat: „Ich beschreibe Menschen, keine Marionetten.“ Wer eine Inszenierung von Nikolaus Habjan anschaut, weiß, dass er mindestens eine Puppe zu sehen bekommt. Nun kann man eine Puppe nicht mit einer Marionette verwechseln, aber hier wie dort drängt sich der Eindruck . . .
Man hat ja schon öfters Komponisten auf der Opernbühne gesehen. Richard Wagner tauchte nicht erst in Barrie Koskys Bayreuther Meistersinger-Inszenierung in persona auf, Jacques Offenbach spielte, verkörpert vom Hausherren, dem Violoncellisten Siegfried Palm, 1978 in der Premiere der Peter-Ustinov-Inszenierung der Banditen an der Deutschen Oper Berlin buchstäblich mit, und Puccini wirbelte in . . .
I am what I am ist sicherlich einer der bekanntesten Musicalsongs überhaupt, komponiert von Jerry Herman, der bereits im Januar 1964 mit Hello, Dolly! einen großen Erfolg feiern konnte. Knapp zwanzig Jahre später, am 21. August 1983, fand die Uraufführung von La Cage aux Folles im New Yorker Palace Theatre statt, wo bis November 1987 über 1.750 Aufführungen stattfanden. 1984 wurde das . . .
Carmen als Kostümfilm – Wer die Carmen mag, wird diese Inszenierung lieben. Herbert Föttinger erfindet Bizets Meisterwerk in München nicht neu, gibt ihm aber mit neuen Dialogen und einer neuen Handlungszeit frischen Glanz – und betont dabei ein paar Aspekte, die vor lauter Verführung, Leidenschaft und Mord sonst manchmal in den Hintergrund rücken. – „Bei Georges . . .
Das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz hat seinen Spielplan für die neue Saison 2024/25 bekanntgegeben. Den Auftakt macht am 18. Oktober 2024 eine von Herbert Föttinger inszenierte und von Rubén Dubrovsky dirigierte Neuproduktion von Bizets Carmen. Am 29. November 2024 folgt eine Neuinszenierung von Arthur Sullivans Operette Die Piraten von Penzance. Die Regie und die Choreographie . . .
Insgesamt vier Opern komponierte Giuseppe Verdi, die auf Stücken von Friedrich Schiller basieren – „Giovanna d´Arco“ nach „Die Jungfrau von Orleans“, „I masnadieri“ nach „Die Räuber“, „Luisa Miller“ nach „Kabale und Liebe“ und „Don Carlo“ nach „Don Carlos“. Das letztgenannte Werk ist die wohl bekannteste Oper dieses Quartettes, in „Luisa Miller“ hat Verdi . . .
Bis ins 20. Jahrhundert hinein war Così fan tutte die am wenigsten beliebteste der drei Da Ponte-Opern, jener Werke, die Wolfgang Amadeus Mozart in Zusammenarbeit mit dem genialen Librettisten Lorenzo da Ponte schrieb. Zu unglaubwürdig, ja albern, erschien den Menschen die Handlung dieser Oper. Heute ist Così fan tutte eine der meistgespielten Opern überhaupt. Das Staatstheater am . . .
Premiere: 26.11. 2014. Besuchte Vorstellung: 15.10. 2021 – Was verlangt der Operettenfreund von einer Operettenaufführung? Charme, Poesie (natürlich auch Witz), gute Stimmen und ein ebensolches Orchester sowie eine sog. „ansprechende“ Bühne. Wirklichkeit wurde diese billige Forderung spätestens in jenem Moment, in dem sich Graf und Gräfin Zedlau auf die (Liebes-)Schaukel begaben . . .
Streaming-Premiere: 31.3.2021 – Nach wie vor sind die Theater für Zuschauer pandemiebedingt nicht zugänglich, daher verlegte das Münchner Gärtnerplatztheater die Premiere des Musicals Non(n)sens erneut ins Internet und präsentierte am 31.03.2021 die sogenannte „Streaming-Vorpremiere“ via YouTube. Dort ist das Stück von Autor und Komponist Dan Goggin gegen eine freiwillige Spende . . .
Premiere: 26.4.2019, besuchte Vorstellung: 4.5.2019 – Die „Westside Story“ war nicht Leonard Bernsteins erstes Musical. Noch während des Krieges hatte er, basierend auf dem kurzen Tanzstück „Fancy Free“, einen damaligen Kassenschlager komponiert. Das Ballett fand nämlich eine Fortsetzung am Broadway. Wieder war der schließlich berühmt gewordene Choreograph Jerome Robbins im . . .
Premiere am 14 Juni 2018 – Prächtige Besetzung in netter Operetten-Drollerie – 1886 stehen sich Major Alexius Spiridoff (Bulgare) und der Schweizer Söldner (bei den Serben) Bumerli als Hauptmann gegenüber. Spiridoff und seine Reiter können die entscheidende Schlacht für sich entscheiden, weil in Bumerli‘s Kanonen blinde Munition steckt. Er flieht und landet ausgerechnet im . . .
Uraufführung 19. April 2018 – „Hurra, hurra, der Pumuckl ist endlich da“ – „Hurra, hurra, der Pumuckl ist da“ – nicht im Fernsehen als x-te Wiederholung der schon legendären Kinderserie aus den 80er Jahren „Meister Eder und sein Pumuckl“. Und auch nicht in einer Schreinerwerkstatt in einem münchner Hinterhof treibt der rothaarige Kobold sein Unwesen. Seit gestern hat . . .
Premiere am 13. Februar – TRAILER – Der Schreiber dieser Zeilen fährt monatlich aus dem heimatlichen Wien an die Isar, um im Gärtnerplatztheater die eine oder andere Vorstellung zu besuchen. Nicht nur Premieren (schon die zweite Saison leistet sich der Gast aus Wien ein Premierenabo, das übrigens zu einem durchaus brieftaschenfreundlichen Preis angeboten wird) sondern auch . . .
Premiere: 14.12.2017. Besuchte Vorstellung: 16.12.2017 – Dass irgendwann einer der drei Hauptdarsteller – also der „Ladies“ - im Karaokeverfahren die Traviata mimt, ist ja noch kein Grund, als Opernfreund die Vorstellung des Musicals „Priscilla – Königin der Wüste“ zu besuchen und richtig richtig gut zu finden. Er steckt woanders: in der ungeheuer lustvollen und gelind . . .