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Leipzig: „Die Csárdásfürstin“, Emmerich Kálmán

Ganze vier Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal in der Musikalischen Komödie Leipzig (MuKo) war. Immer kam etwas anderes dazwischen, aber jetzt, wo die Jahreshauptversammlung der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft hier in Leipzig abgehalten wurde, war ich endlich mit den Straussfreunden (darunter Dr. Eduard Strauss mit seiner Gattin Susanne) wieder hier. Viele Erinnerungen kamen hoch, an . . .

Frankfurt: „Filarmónica Joven de Colombia“, mit Hillary Hahn unter Andrés Orozco-Estrada

Das Filarmónica Joven de Colombia unter der inspirierenden Leitung von Andrés Orozco-Estrada gab am gestrigen Abend in der Alten Oper Frankfurt ein Konzert, das nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch ein Bekenntnis der Leidenschaft und Hingabe zur Musik war. Orozco-Estrada, der selbst eine beeindruckende Karriere als Dirigent vorweisen kann, setzt sich leidenschaftlich für dieses . . .

Wien: „Schwanda der Dudelsackpfeiffer“, Jaromir Weinberger (zweite Besprechung)

Für diese Volksoper in zwei Akten und fünf Bildern schrieb Miloš Kareš (1891-1944) das tschechische Libretto, das eine alte Volkssage in der Fassung des Dramas von Josef Kajetán Tyl (1808-56) Der Dudelsackspieler von Strakonitz (1847) zur Grundlage hat. Der Oper war jedoch bei der Uraufführung am 27. April 1927 am Prager Nationaltheater noch kein Erfolg beschieden. Das änderte sich aber . . .

Innsbruck: „La Bohème“, Giacomo Puccini

Jubel, wenn auch eher gedämpft, für die Sänger, Beifall für das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck sowie die Chöre des Hauses (Theater-, Extra-, Kinderchor) sowie mehrheitliche Ablehnung für das Regieteam. Die Reaktion des Publikums fiel kurz, aber eindeutig aus. Nach geschätzt fünf Minuten leerte sich der Saal, die langen Gesichter der Besucher in den Garderoben und die zum Teil . . .

Mailand: „L’amore dei tre re“, Italo Montemezzi

Der Komponist Italo Montemezzi (Vigasio, Provinz Verona 1875-ebenda 1952) ist in Europa außerhalb Italiens nicht sehr bekannt, hingegen in den USA sehr populär. An ihn und seine Werke glaubten nicht nur große Dirigenten wie Toscanini, De Sabata, Serafin oder Marinuzzi, sondern auch der Verleger Ricordi, der ihn nach anfänglichen kleinen Erfolgen unter Vertrag nahm. Und Montemezzi, der 1900 . . .

Pforzheim: „La traviata“, Giuseppe Verdi

Das war ein in jeder Beziehung gelungener Opernnachmittag! Die Neuproduktion von Verdis La traviata an dem schon oft bewährten Theater Pforzheim gestaltete sich zu einem vollen Erfolg! Regisseurin Alicia Geugelin hat in Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin Malina Rassfeld und Pia Preuss (Kostüme) ganze Arbeit geleistet. – Die Regiearbeit von Alicia Geugelin ist nicht moderner Natur, . . .

Dresden, Konzert: „Weinberg, Beethoven und Vaughan Williams“, Mirga Gražinytė-Tyla

Mit der Matinee des 3. Saisonkonzerts der Sächsischen Staatskapelle stellt sich die litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla zum ersten Mal mit dem Orchester dem Dresdner Konzertpublikum vor. Am Konzertbeginn dirigierte sie die 3. Symphonie h-Moll op. 45 von Mieczysław Weinberg. – Der in Warschau als Sohn eines jüdischen Theaterkomponisten geborene Mieczysław Weinberg (1919-1996) . . .

Berlin: „Médée“, Marc-Antoine Charpentier

Was haben Kleists Prinz Friedrich von Homburg und Charpentiers Médée gemeinsam? Beide stehen augenblicklich auf einer Berliner Bühne, warum auch nicht, aber in beiden, in der Schaubühne am oberen Kurfürstendamm wie in der Staatsoper Unter den Linden werden sie von Kampftruppen in moderner Ausrüstung umgeben, so dass der verblüffte, gerade einer Tagesschau mit verstörenden Bildern aus . . .

Mönchengladbach: „Ball im Savoy“, Paul Abraham

Im Dezember 1932 fand am Großen Schauspielhaus in Berlin die Uraufführung der Operette Ball im Savoy von Paul Abraham statt. Trotz des großen Publikumserfolgs verschwand das Werk leider auf Grund der jüdischen Herkunft des Komponisten wenig später im „Giftschrank“ der Nationalsozialisten und fand auch nach dem Krieg vorerst nicht mehr den Weg zurück auf die Bühne. Dies änderte sich . . .

Hildesheim: „La Bohème“, Giacomo Puccini

In der Neuinszenierung der sehr oft gespielten Oper hat die junge österreichische Regisseurin Juana Inés Cano Restrepo die tieftraurige Geschichte um die Pariser Näherin Mimi aus dem manchmal verharmlosenden Biedermeier herausgelöst. Sie hat den Stoff aktualisiert, indem sie die zeitlose Auseinandersetzung mit dem Tod in den Mittelpunkt stellt, die Mimi wegen ihrer tödlichen Erkrankung . . .