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Reisebilanz VI: Tops und Flops der „Saison 2024/25“

Die Reisen des Autors der heuten Bilanz sind eher ein Pendeln: zwischen Frankfurt und Zürich mit immerhin vier Stunden Fahrtzeit. – Beste Produktion (Gesamtleistung): – Zürich: Leben mit einem Idioten, Inszenierung; Kirill Serebrennikov, Dirigat: Jonathan Stockhammer – Zürich: Agrippina, Inszenierung: Jetske Mjinssen, Dirigat: Harry Bicket – Frankfurt: Guercœur, . . .

Bochum/Ruhrtriennale: „I did it my way“, Eröffnungs-Produktion

Ein neues, schwer definierbares, zwischen Musical, Konzert, Tanz und Schauspiel angesiedeltes Format könnte zum Markenzeichen der Ruhrtriennale unter der Intendanz des Belgiers Ivo van Hove werden. Nicht zuletzt mit der Erwartung, nach den hohen intellektuellen Ansprüchen seiner Vorgängerin Barbara Frey mit einer populäreren Ausrichtung des Festivals neue und jüngere Publikumsschichten . . .

Wagner-Museum Bayreuth: „Digitale Dirigentengalerie“

Es ist ja so einfach, das Vorspiel zu den Meistersingern zu dirigieren. Einfach mit der rechten Hand einen Viervierteltakt schlagen und durchhalten und mit der linken ein paar interpretierende Schlenker markieren. Fertig ist die Dirigierausbildung. – Scherz beiseite, auch wenn die Bayreuther Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg heuer betont humoristisch daherkommt und noch . . .

Bayreuth: „Liszt-Wagner-Matinée“, Iarina Mărgărit

Dass zwischen den einzelnen Stücken, die im ersten Teil des Programms erklingen, nicht geklatscht wird, ist ausnahmsweise ein gutes Zeichen. Oder anders: Die Mitglieder des Nürnberger Wagner-Verbandes, der das Konzert arrangierte, und die anwesenden Gäste, haben schon schnell begriffen, dass man nicht zwanghaft nach jedem Stück applaudieren muss – auch wenn’s gut gespielt wird. Denn . . .

Bayreuth: „Affetti musicali nello spazio“, Festival junger Künstler

Wer Ophelia Flassigs Konzept-Performance-Theater-Konzerte besucht, kann sicher sein, auf das Motto der 75. Ausgabe des Bayreuther Festivals junger Künstler zu stoßen, das da lautet: „E:motion“. Emovere, das heißt „herausbewegen“. Movere ist also „bewegen“ - und bei Flassig wird sich wahrlich bewegt. – Schon im letzten Jahr feierte sie am selben Ort einen großen, auch . . .

Salzburg: „Drei Schwestern“, Peter Eötvös

Mit der 1998 uraufgeführten Oper „Drei Schwestern“ des ungarischen Komponisten Peter Eötvös bringen die Salzburger Festspiele erneut ein bedeutendes Werk der neueren Musiktheatergeschichte auf die Bühne der Felsenreitschule. Als Vorlage diente Anton Tschechows gleichnamiges Schauspiel, doch brachen Eötvös und der Librettist Claus H. Henneberg dessen chronologische Erzählstruktur auf . . .

DVD: „Les contes d’Hoffmann“, Jacques Offenbach (zweite Besprechung)

Kein anderes Werk aus der reichhaltigen Opernliteratur dürfte eine so verworrene Rezeptionsgeschichte aufweisen wie Offenbachs Les contes d’Hoffmann. Dem Komponisten war es nicht mehr vergönnt, sein Werk zu Ende zu  bringen. Am 5. Oktober 1880 verschied er über der Komposition. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Contes d’Hoffmann lediglich als Torso vor. Die Orchestrierung war noch nicht . . .