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Athen: „Hoffmanns Erzählungen“, Jacques Offenbach

Obschon manche nach Athen eingeladene Pressevertreter bereits verkünden, die Griechische Nationaloper habe den Olymp der weltweit besten Opernhäuser erklommen, weiss man hier sehr wohl, dass es noch ein weiter Weg ist dorthin. Immerhin können dank der finanziellen Unterstützung der Stavros Niarchos Stiftung wichtige Schritte hin zu einer Internationalisierung des Athener Opernbetriebs gemacht . . .

Wien: „Die Meistersinger von Nürnberg“, Richard Wagner

Die Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner, keine Komödie, sondern nach des Bayreuther Meisters Bezeichnung eine „Oper in drei Aufzügen“, in der Regie von Altmeister Keith Warner, führt uns angesichts der derzeitigen Wagner-Ästhetik an der Wiener Staatsoper („Parsifal“ und „Tristan und Isolde“) relativ unerwartet in die Gefilde eines . . .

Mailand: „Boris Godunow“, Modest Musorgskij

Für die Eröffnung der neuen Scalasaison hatte sich die Direktion für den sogenannten Ur-"Boris" entschieden, also die allererste Fassung der Oper, die Modest Musorgskij nach Alexander Puschkins Drama erstellt hatte. Die zweite, um den Polenakt erweiterte Fassung läuft unter der Bezeichnung "Original"; dazu gesellten sich später noch Umarbeitungen vom Komponisten selbst bzw. die . . .

Berlin: „Gala – 75 Jahre Komische Oper“

So mancher Besucher im fast ausverkauften Haus in der Behrenstraße hatte am 23. Dezember 2022 einen Abend mit vielfältigem musikalischem Programm erwartet. Aber nach der Begrüßung des Publikums durch die Co-Intendantin des Hauses Susanne Moser war schon die Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier über Gebühr ausgedehnt und redundant. Und Wort-lastig sollte fast das . . .