Autor: <span>admin</span>

Frankfurt, Konzert: „Opern- und Museumsorchester“, Schumann und Mahler

Nur knapp zwei Wochen benötigte Robert Schumann, um sein herrliches Cellokonzert zu schreiben. In einer seltenen Hochphase des depressiven Komponisten, floss ihm dieser Geniestreich leicht aus den Händen. Drei Sätze in nahtlosen Übergängen. Obschon es schwelgerisch liedhaft beginnt, so wollte Schumann einen leisen Beginn realisiert sehen – und „nicht zu schnell“. Ein Widerspruch. . . .

Saarbrücken: „Das Rheingold“, Richard Wagner

Mehr als 30 Jahre liegt der letzte „Ring des Nibelungen“ der Saarländischen Staatstheaters zurück: Von 1987 bis 1990 brachten Dirigent Jiri Kout und Regisseur Grischa Asagaroff ihre gemeinsame Produktion heraus. Nun steht GMD Sébastien Rouland am Pult und die Regie liegt in den Händen des Duos Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, die auch für Bühne und Kostüme verantwortlich . . .

CD: „Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2“, Essener Philharmoniker unter Tomás Netopil

Sechs Jahre währte der Schaffensprozess an Mahlers gewaltiger „Auferstehungssinfonie“, die zum einen auf die „Wunderhorn“-Lieder zugreift und zum anderen Mahlers extreme Gefühlswelt außergewöhnlich intensiv abbildet. – Die Essener Philharmoniker und ihr scheidender Generalmusikdirektor Tomás Netopil präsentieren nun bereits die dritte Aufnahme einer Mahler Sinfonie, hier ein . . .

Nürnberg: „Die Frau ohne Schatten“, Richard Strauss

Ursprünglich sollte die Neuinszenierung des Werks schon 2020 herauskommen. Wir wissen, was den Spielplan seinerzeit zur Makulatur machte. Ist die Kargheit der Bühne also auf die Sparmaßnahmen zurückzuführen, die in Folge der Theaterschließtage über die Bühnen kamen? Man möchte es nicht annehmen. Die Frage nämlich, ob eine fantastische Märchenoper vom Schlage der „Frau ohne . . .

Hanau, Konzert: Mozart & Mahler mit der Neuen Philharmonie Frankfurt

Im Jahr 1774 erreichte das sinfonische Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart einen Höhepunkt. Seine Sinfonie Nr. 29 galt als formvollendetes Beispiel der Sonatenhauptsatzform mit klar ausformulierter Coda und feiner Kontrapunktik. – Spielerische Eleganz und Rokoko Anklänge im Menuett des dritten Satzes verleihen dieser Sinfonie einen besonderen Charme. Mit ausgewogener Klangschönheit und . . .

Duisburg: „N bisschen Frieden“ Ralph Siegel

Das Theater am Marientor in Duisburg zählt nach wie vor zu einem der schönsten Theater in Deutschland, doch in den letzten Jahren drehten sich die Schlagzeilen eher um die Schließung des Hauses oder die Nutzung als Impfstelle und weniger um den eigentlichen Theaterbetrieb. Seit einiger Zeit finden in dem schönen Theatersaal wieder regelmäßig Gastspiele statt. Am Donnerstag, den 20. Oktober . . .

Bern: „Guillaume Tell“ Gioachino Rossini

Dem Dramaturgen Rainer Karlitschek, zusammen mit der Regisseurin Amélie Niermeyer und dem Dirigenten Sebastian Schwab ist es gelungen, das vierstündige Werk Rossinis auf ungefähr 165 Minuten zu kürzen. Dabei ist anzumerken, dass diese Kürzungen keinen Einfluss auf den musikalischen Gehalt und den dramaturgischen Tiefgang haben. – Das Bühnenbild wurde von Christian Schmidt entworfen . . .

Wien: „Das schlaue Füchslein“ Leoš Janáček

Man fährt als Berichterstatter mit großer Spannung und Vorfreude mit den U-Bahnen 1 und 3 zum Museumsquartier, den ehemaligen barocken Hofstallungen. Aber diese Freude wird bereits vor der Vorstellung durch etwa 20% der Fahrgäste in diesen beiden Öffis getrübt, die einfach keine FFP2-Maske tragen. Wozu auch, die Stadt Wien kontrolliert ohnehin nicht! Der zweite, weitaus stärkere Störfaktor . . .