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Mailand: „Il Matrimonio Segreto“, Domenico Cimarosa

Wie im Herbst der letzten Jahre war die erste Produktion nach der Sommerpause dem Auftritt von Schülern der Accademia della Scala gewidmet. Ein erfahrener arrivierter Sänger ist dabei für die jungen Leute eine Art Tutor, von dem sie viel lernen und sich einiges abschauen können. Diesfalls war es Pietro Spagnoli, der den alten reichen Geizhals Geronimo, der seine Tochter Elisa an einen . . .

Aachen: „Alpenkönig und Menschenfeind“ Leo Blech

Wer war Leo Blech ? Vielleicht ist er den Musikfreunden noch als einer der wichtigsten deutschen Dirigenten der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts bekannt, so hatte er vier deutsche Staatsformen durchlebt: noch zu Kaisers Zeiten wurde er an die Berliner Hofoper berufen, durch die Weimarer Republik hindurch blieb er als Garant an der umbenannten Staatsoper und durfte im Dritten Reich, . . .

Bonn: „Asrael“, Alberto Franchetti (zweite Besprechung)

Lieber Opernfreund-Freund, – nach Giacomo Meyerbeers Feldlager in Schlesien wartet das Theater Bonn in dieser Spielzeit erneut mit einer Ausgrabung auf: Alberto Franchettis erste Oper „Asrael", 1888 uraufgeführt, hatte gestern vor beinahe ausverkauftem Haus Premiere. Das Theater Bonn lässt das Werk erstmals seit über 70 Jahren erklingen, ließ – wie schon beim Feldlager – eigens . . .

Duisburg: „Der fliegende Holländer“ Richard Wagner

Heute ins Theater oder ins Kino? - Beides! – Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert in dieser Spielzeit eine Neuinszenierung des "fliegenden Holländers", deren Ankündigung den ein oder anderen Wagnerfreund im Vorfeld vielleicht zusammenzucken ließ. Aktuell ist es offenbar im Trend der Zeit, die bekannte Oper aus Sicht der Senta zu beleuchten, erst vor wenigen Wochen feierte im Theater . . .

Bonn: „Asrael“, Alberto Franchetti (Erste Besprechung)

Wieder einmal die Frage gestellt: Wer kennt die Oper „Asrael" oder den Komponisten Alberto Franchetti? – Zumindest letzteren könnte man kennen, denn Kirsten Harms hatte sich als Intendantin in Kiel für „Christoforo Colombo" und an der Deutschen Oper Berlin für „Germania" eingesetzt, von ersterem gibt es eine CD-Aufnahme aus Frankfurt (1991) mit Renato Bruson, letztere ist als . . .

Parma: „Messa da Requiem“ und „La forza del destino“

Giuseppe Verdis große Totenmesse stellt an alle Mitwirkenden höchste Ansprüche und meiner Meinung nach die allerhöchsten an den Dirigenten. Es gibt verschiedene gestandene Vertreter dieses Metiers, die sich an dieses (im besten Sinne) monströse Werk noch nicht herangewagt haben. Als sich Michele Mariotti nach getaner Arbeit dem jubelnden Publikum zuwandte, drückten seine Züge immer noch . . .

Dresden: „Götterdämmerung“, Richard Wagner (konzertant)

Nach der grandiosen „Direktschall-Darbietung des dritten Siegfried-Aufzugs“ vom vorhergehenden Samstag waren wir auf Marek Janowskis „konzertante Götterdämmerung“ am 15. Oktober 2022 gespannt. – Mit einem richtig freigespielten Wagner-Orchester konnte Marek Janowski prachtvolle, bis ins Detail aufgefächerte plastische Klangbilder hörbar machen. Die Transparenz, die dynamische . . .

Bonn: „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ Weill/Brecht

Es gibt Opern, mit denen tut man sich schwer; Werke an denen man sich überhört hat, zu denen man keinen Zugang findet, die man irgendwie unbegründet nicht so mag. Es ging mir sehr lange mit Weill/Brechts "Mahagonny" so; oft als historisches Brecht-Theater abgefeiert, mit den üblichen Hits "Moon of Alabama" und "Wie man sich bettet...", etwas spröde ob der akademischen Formen Weills, doch . . .

Hannover: „Mefistofele“ Arrigo Boito

Eine interessante Rarität galt der ersten Saisonpremiere an der Staatsoper Hannover: Arrigo Boitos "Mefistofele" taucht zwar immer mal wieder in den Spielplänen auf, doch gehört die mutige Vertonung beider Goetheschen Faust-Teile eher zum Randrepertoire. Das, was man heute spielt ist die zweite Fassung, mit der Boito dann endlich den verdienten Erfolg erreichte, die erste Fassung mit angeblich . . .

Bologna: Konzert der Sieger des Concorso Virtuale S.O.I. Fiorenza Cedolins

Teatro Comunale 17.9. – Heuer hatte der 1. Virtuelle Wettbewerb auf der Suche nach Interpreten von Oper, Operette, Zarzuela und Lied zum dritten Mal stattgefunden, und Fiorenza Cedolins lud zu einem Konzert der Prämierten in das schöne Bologneser Opernhaus. – Im ersten Teil waren die sieben originellsten Videos zu sehen. Besonders unterhaltsam war Leonard Bernsteins "Glitter . . .

Frankfurt: „A Midsummer Night’s Dream“, Benjamin Britten

Vorstellung am 16. Mai 2022 (Premiere am 11. Mai 2022) – Shakespeare-Glück im Bockenheimer Depot – Als vor einigen Jahren der Frankfurter Intendant Bernd Loebe in einem Interview gefragt wurde, wann denn in der Reihe der musterhaft gelungenen Britten-Produktionen an seinem Haus der Midsummer night’s dream folge, gab er sich skeptisch. Er habe noch keine überzeugende Produktion . . .

Rouen: „La vie parisienne“, Jacques Offenbach

Zum ersten Mal die erheblich längere und viel interessantere Version „ante prima“, wunderbar inszeniert durch Christian Lacroix - als Regiedebüt! – Im 1. Akt ist noch alles beim Alten: am Bahnhof erwartet man die ausländischen Touristen (der fabelhafte, nur 12-köpfige Choeur accentus / Opéra de Rouen Normandie, der sich behauptet als ob sie 30 wären). – Was ist die beste . . .

Frankfurt: „Amadigi“, Georg Friedrich Händel

Zweite Vorstellung am 27. September 2021 (Premiere am 25. September 2021) – A Cure for Wellness – Händels frühe Londoner Opern waren Multi-Media-Spektakel, die für das damalige Publikum nicht zuletzt durch ihre Bühneneffekte Anziehungskraft besaßen. Die Gesangspartien wurden für konkrete Sänger-Stars maßgeschneidert, die mit Vokalkunststücken brillieren konnten. Dem Inhalt . . .