Krefeld: „Pudelpunk Song Contest“, Jörg Wockenfuß und Nicolas Schwarzbürger

Was verbindet Goethes Faust, den Eurovision Song Contest und Punkmusik? Gar nichts, mag man spontan denken, doch seit gut einem Monat läuft im Theater Krefeld der Pudelpunk Song Contest. In dieser Uraufführung steckt der Komponist Rolf Kugel, einst Mr. Grandprix genannt, in einer Schaffenskrise. Für einen letzten großen Hit würde er sogar seine Seele verkaufen. Plötzlich erscheint ihm Iggy . . .

Santa Cruz de Tenerife: „Rusalka“, Antonín Dvořák

Unkonventionelles Storytelling – Anfang März kam die Ópera de Tenerife im Auditorio Adán Martín der Hauptstadt Santa Cruz mit einer sehr sehenswerten und szenisch ungewöhnlichen, aber äußerst geglückten Neuinszenierung von Antonín Dvořáks Rusalka heraus. Regie führte der brasilianische Regisseur André Heller-Lopes aus Rio de Janeiro, der schon lange durch phantasievolle . . .

Bern: „La Cage aux Folles“, Harvey Fierstein / Jerry Herman

Wie es der Zufall so will: Zwei Tage vor der Premiere in Bern hat das französische Parlament endlich beschlossen, die diskriminierten Homosexuellen in Frankreich zu entschädigen, welche - wegen eines Gesetzes, das die Vichy-Regierung 1942 in Kraft gesetzt hatte - unter Strafverfolgung und Gefängnisaufenthalten gelitten hatten. Das damalige Gesetz stellte nämlich Homosexualität unter das . . .

Nürnberg: „Jesus Christ Superstar“, Tim Rice / Andrew Lloyd Webber

„Die Rollen von Judas und Jesus erfordern Interpreten mit kräftigen, modernen Gesangsstimmen von beträchtlichem Umfang, die von Caiaphas und Annas einen Basso profondo und einen hohen oder Countertenor; ansonsten genügt modernes Standardkönnen. Das Stück kommt mit einem einfachen, aus Gerüsten und Plattformen bestehenden Bühnenbild aus, vor dessen Hintergrund sich die einzelnen Episoden . . .

Oldenburg: „Peter Grimes“, Benjamin Britten

Zuletzt wurde Peter Grimes von Benjamin Britten in Oldenburg vor 22 Jahren gespielt. Das war damals eine sehr gelungene Produktion. Gleiches kann man auch über die aktuelle Inszenierung von Hinrich Horstkotte sagen. Der ist auch gleichzeitig sein eigener Ausstatter und schuf ein beeindruckendes Bühnenbild: Eine düstere Halle, die als Gerichtssaal, Kirche oder Kneipe dient. Wenn die Rückwand . . .