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Klagenfurt: „Cavalleria Rusticana“ /„ Pagliacci“

7. November 2014 ( 4. Vorstellung nach der Premiere vom 25. Oktober) – In unserer Medienwelt ist es möglich, dass man sich schon vor dem Besuch einer Opernvorstellung ein Bild machen kann, was der Regisseur mit seiner Inszenierung zeigen will – und so sei zu Beginn zitiert, was Marco Štorman (der im Vorjahr in Klagenfurt einen sehr stimmigen Rosenkavalier auf die Bühne gestellt hatte) . . .

Luxemburg: „Il turco in Italia“

Gelungen: Heiteres aus Neapel – 1529 und 1683 hatten die Türken noch Wien belagert und stellten eine Bedrohung des christlichen Abendlands dar. Je mehr sich aber ihr Reich in Europa verkleinerte, desto mehr fanden sie (und auch gleich damit die Bewohner ihrer arabischen Satellitenstaaten) in netter Verniedlichung Eingang in die europäische Literatur, darstellende Kunst und Musik. Die . . .

Karlsruhe: „Verlobung im Traum“, Hans Krása

Aufführung am 25.10.2014, (Premiere am 18.10.14) – Fröhlich plätscherndes Gesellschaftsbild nach Dostijewski - gut dargeboten – Hans Krása hatte einen tschechischen Vater und eine deutsch-jüdische Mutter und wuchs in der einzigartigen Mischkultur Prags auf, die seit dem Zweiten Weltkrieg wegen der Ermordung der einen und Vertreibung einer anderen Gruppe nicht mehr existiert. . . .

Straßburg: „L’amico Fritz“, Pietro Mascagni

Premiere am 24.10.2014 – Mascagni hatte nach seinem Sensationserfolg der Cavalleria Rusticana nicht mehr auf der Verismo-Welle weiterschwimmen wollen, sondern folgte dem Drang der jungen italienischen Oper (giovane scuola italiana), die sich wohl unter dem Eindruck der aufkommenden Wagnermania und der „Scapigliatura“ vielfach Themen widmete, deren Handlung nördlich der Alpen spielt. . . .