Magdeburg: Tops und Flops – „Bilanz der Saison 2025/26“

Auch in diesem Jahr haben wir unsere Kritiker wieder gebeten, eine persönliche Bilanz zur zurückliegenden Saison zu ziehen. Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die meisten unserer Kritiker haben regionale Schwerpunkte, innerhalb derer sie sich oft sämtliche Produktionen eines Opernhauses ansehen. Daher sind sie in der Lage, eine seriöse, aber natürlich höchst subjektive Saisonbilanz für eine Region oder ein bestimmtes Haus zu ziehen.

Nach der Deutschen Oper Berlin blicken wir heute auf das Theater Magdeburg.


Lobenswerte Produktion:
Regisseur Erik Petersen und Choreografin Sabine Arthold ist mit dem open air aufgeführten Musical Oklahoma eine insgesamt sehr sehenswerte Inszenierung gelungen. Ein besonderes Lob gilt der Theaterleitung, die erreicht hat, dass dieses Musical zum ersten Mal seit fast 15 Jahren an einem staatlichen Theater in Deutschland aufgeführt werden konnte.

Beste Choreografie:
Einfach genial waren in Clivia von Nico Dostal die mitreißenden Choreographien von Daniel Daniela Ojeda Yrureta.

Beste Gesamtleistung:
Im Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini gefiel die Spielfreude des gesamten Ensembles und das gute Niveau des Musiktheaters.

Beste Gesangsleistung (Ensemble, Hauptpartie):
In Manon (Massenet) wartete in der Titelrolle Anna Malesza-Kutny, eine Virtuosa ganz großen Stils, mit lupenreinem, warmem und ausdrucksvollem Sopran auf.


Die Bilanz zogen Marion und Gerhard Eckels sowie Dieter David Scholz und Markus Lamers.