Frankfurt: „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart

Schon wieder ein leerer Raum mit Wänden aus hellem Holz! Und schon wieder dieser Stil-Misch-Masch bei den Kostümen, die sich nicht entscheiden wollen, zu welcher Epoche sie gehören! Diese Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man zu den forschen ersten Tönen aus dem Orchestergraben auf die Bühne blickt. Gerade will man die Arme vor der Brust verschränken und mit einem Stoßseufzer die . . .

Mailand: „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart

Seit Mai 1981 steht diese Produktion (Regie: Giorgio Strehler, Bühne: Ezio Frigerio, Kostüme: Franca Squarciapino) auf dem Programm der Scala und wurde seither in acht verschiedenen Jahren wieder aufgenommen, unterbrochen nur 2016 von der katastrophalen Regie von Frederic Wake-Walker, eine Produktion, die zum Glück umstandslos entsorgt wurde. Die vorliegende Inszenierung wurde allerdings noch . . .

Bayreuth: Nachbetrachtung zur „Augmented Reality im  Parsifal“

Das Bayreuther Festspielhaus erstrahlt nach der Renovierung fast wieder in altem Glanz, zumindest äußerlich. Weniger erstrahlend war hingegen der neue „Parsifal“ in der Produktion von Jay Scheib mit der Bühne von Mimi Lien, den Kostümen von Meentje Nielsen, dem Licht von Rainer Casper und der hier neu hinzugetretenen sog. Augmented Reality - AR und Videos von Joshua Higgason. Wie man . . .

Baden-Baden: „Dornröschen“, Peter Tschaikowsky

"Wer hat Dornröschen wachgeküßt?" – So erzählt Iring Fetscher das Märchen der Gebrüder Grimm, hier die Vorgeschichte: „Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag: „Ach, wenn wir doch ein Kind hätten!“ … und kriegten immer keins. … Als die Königin einmal im Bade saß, kroch ein Frosch aus dem Wasser ans Land und sprach: „Ehe ein Jahr vergeht . . .

Dortmund: „La Bohème“, Giocomo Puccini (zweite Besprechung)

Wann habe ich das letzte Mal einen so stimmigen Opernabend erlebt? Diese Frage ging mir gestern Abend beim Verlassen des Dortmunder Opernhauses durch den Kopf und in der Tat musste ich lange überlegen. In Dortmund bekommt der Zuschauer derzeit bei Giacomo Puccinis La Bohème alles geboten, was den Reiz dieses Genre ausmacht. Eine ins Ohr gehende Partitur, hervorragende Sänger, eine Geschichte . . .