Nürnberg: „Die Großherzogin von Gerolstein“, Jacques Offenbach

In der Pause aber gehen schon einige Besucher. War ihnen die Chose zu wild? Fanden sie die Groẞherzogin zu aufgekratzt, den General zu blödsinnig, den Chor zu dumm, die Liebhaber zu lächerlich? War ihnen – horribile dictu! – die Musik des genialen „Mozarts der Champs Elysée“ zu trivial? Es bleibt wieder mal ein Rätsel. – Halten wir fest, dass eine Operette, noch dazu eine von . . .

Frankfurt: „Francesca da Rimini“, Saverio Mercadante (zweite Besprechung)

Wenn eine im Jahr 1831 fertiggestellte Oper erst 185 Jahre später ihre Uraufführung erlebt, dann muß auch der Kritiker, den die Manier vieler Kollegen nervt, ihre Besprechungen mit Wikipedia-Wissen vollzurümpeln, einige grundsätzliche Bemerkungen an den Anfang stellen. Der Komponist Saverio Mercadante hat der Nachwelt rund 60 Opern hinterlassen. Aufgeführt werden sie selten. Die . . .

Linz: „Natasha, Pierre, und der große Komet von 1812“, Dave Malloy

Mit der europäischen (und deutschsprachigen) Erstaufführung von Natasha, Pierre, und der große Komet von 1812 ist der Musical-Sparte des Linzer Landestheaters erneut ein Coup gelungen. Das Musical von Dave Malloy (Text und Musik), das am Broadway erfolgreich gelaufen ist, gilt Musical-Kennern als Bereicherung und Erneuerung des Genres und wird oft mit dem Musical Hamilton verglichen. Das . . .

Frankfurt: „Der ferne Klang“, Franz Schreker (zweite Besprechung)

Eine behutsame, kluge Inszenierung voller Poesie hat das Inszenierungsteam rund um Starregisseur Damiano Michieletto für Schrekers spätromantische Autorenoper - Text und Musik stammen wie bei Wagners Musikdramen aus der Hand des Autors - geschaffen. Den Ansatz für ihre Konzeption fanden der Regisseur, der Bühenbildner Paolo Fantin, der Kostümdesigner Klaus Bruns und die Videokünstler Roland . . .