Nun wurde auch in Braunschweig die Spielzeit 2026/27 des Staatstheaters präsentiert. Der neue Generalintendant Tobias Wolff stellte gemeinsam mit dem gerade erst von den entscheidenden Gremien gewählten Generalmusikdirektor Friedrich Praetorius und den übrigen Spartenleitern das Programm der nächsten Saison vor, das erfreulicherweise wieder mehr ins klassische Repertoire zurückfindet.

© Kirsten Nijhof
Das gegenüber der laufenden Saison in der Anzahl der Projekte etwas reduzierte Musiktheater beginnt die neue Spielzeit am 22. August mit Der Freischütz, der bis 9. September täglich außer montags auf dem Braunschweiger Burgplatz aufgeführt wird. Die musikalische Leitung übernehmen GMD Friedrich Praetorius/ 1. Kapellmeister Alexander Sinan Binder, für die Regie ist Philipp Moschitz verantwortlich. Im Oktober wird die Operette Clivia von Nico Dostal mit dem Braunschweiger Publikumsliebling Milda Tubelyte in der Titelpartie folgen; Alexander Sinan Binder wird dirigieren, Alexander Balga inszenieren. Eine auf Braunschweig bezogene Besonderheit ist das „Bühnenspiel in drei Aufzügen“ Lorelei des Braunschweiger Mathematikers und Komponisten Hans Sommer (1837-1922), das 1891 in Braunschweig uraufgeführt wurde. Auch bei dieser Rarität hat Alexander Sinan Binder die musikalische Leitung; die Regie übernimmt Kay Kuntze. Unter Leitung von Andreas Ottensamer wird es Ende Februar eine Musiktheater-Gala unter dem Titel You’ll never walk alone geben,bei der Solisten des Musiktheater und der Opernchor Beliebtes aus Oper, Operette und Musical präsentieren werden; moderieren wird die Braunschweiger Kabarettistin Gisa Flake. Nach 15 Jahren steht ab März 2027 Mozarts berühmte Oper Le nozze di Figaro wieder auf dem Spielplan des Staatstheaters. GMD Friedrich Praetorius wird dirigieren, während die britische Regisseurin Daisy Evans die Inszenierung übernehmen wird. Ab April folgt die turbulente Musical-Comedy Non(n)sens von Dan Goggin, die Chordirektorin Johanna Motter dirigieren und der in Braunschweig nicht unbekannte Randy Diamond inszenieren und choreografieren werden. Schließlich gibt es ab Mai 2027 wieder Carmen von George Bizet unter dem Dirigat von Alexander Sinan Binder und in Sonja Trebes’ Inszenierung.
Wiederaufnahme: La Bohème
Das Tanztheater beginnt mit dem Tanzstück Romeo und Julia von Gregor Zöllig nach der Musik von Sergei Prokofjew, die David Niemann dirigieren wird. Im Februar 2027 folgt das Tanzstück Leaning Tree desbrasilianischen Choreografen Fernando Melo; die Originalmusik zum bereits 2023 in Kopenhagen uraufgeführten Stück schrieb die dänische Komponistin Signe Lykke. Außerdem gibt es unter dem Titel Fragmente einen dreiteiligen Tanzabend mit Choreografien von Sofia Nappi, dem israelischen Choreografen Sharon Fridman und der irischen Preisträgerin im gerade zu Ende gegangenen Internationalen Wettbewerbs Hannover Zoe Ashe-Browne. Wie schon seit 2015 sind die tanzwärts-Projekte von Gregor Zöllig fester Bestandteil des Spielplans, bei denen sichjede und jeder ohne Vorkenntnisse beteiligen kann.
Wiederaufnahme: Carmina burana
Gerhard Eckels, 15. Juni 2026
Musiktheater:
22. August 2026: Der Freischütz, Carl Maria von Weber (Burgplatz Open Air)
10. Oktober 2026: Clivia, Nico Dostal
23. Januar 2027: Lorelei, Hans Sommer
13. März 2027: Le nozze di Figaro, Wolfgang Amadeus Mozart
24. April 2027: Non(n)sens, Dan Goggin
21. Mai 2027: Carmen, Georges Bizet
Tanztheater:
30. Oktober 2026: Romeo und Julia, Gregor Zöllig
5. Februar 2027: Leaning Tree, Fernando Melo
23. April 2027: Fragmenta, Sofia Nappi, Sharon Friedman, Zoe Ashe-Browne.