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Frankfurt: „Martha“, Friedrich von Flotow (zweite Besprechung)

Als einen "Goldklumpen, den man heben muss" bezeichnet die Regisseurin Katharina Thoma die einstige Erfolgsoper Martha von Friedrich von Flotow im Programmheft. Damit dieser Klumpen wieder glänzt, reicht das alleinige Heben allerdings nicht - der Klumpen bedarf auch einer gehörigen Portion Politur. Und genau diese hat sie Flotows Oper verabreicht und damit dieses Schmuckstück, das Jahrzehnte . . .

Dresden, Konzert: „Sächsische Staatskapelle“, Daniele Gatti

Mit zwei Ballettmusiken und Robert Schumanns Frühlingssymphonie wollte, der der designiere Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Daniele Gatti seine seit dem Jahre 2000 fast lückenlose Gastdirigenten-Tätigkeit beim vertrauten Orchester abschließen, bevor er am 1. August 2024 sein neues Amt antreten wird. – Der seit dem November 1792 im Musikleben der Stadt Wien vor allem als . . .

Baden Baden, Konzert: „Wiener Philharmoniker“ Thielemann / Brahms

„Lieben Sie Brahms?“ Die Antwort gibt der gleichnamige Kult-Film mit Ingrid Bergmann aus dem Jahr 1961. Wie heute Abend nach dem Konzert? Ja, von Herzen! Wer is der Komponist? Wer ist Johannes Brahms? Für die Baden-Badener eine überflüssige Frage. Häufig weilte er hier am sommerlichen Ort, umgeben von vielen anderen Künstlern, vor allem mit der angebeteten Pianistin Clara Schumann. Wie . . .

Wien: „Wo die wilden Kerle wohnen“, Oliver Knussen

Der britische Komponist und Dirigent Oliver Knussen (1952-2018) wurde vor allem durch seine beiden Kinderopern „Where the Wild Things Are“ und „Higglety Pigglety Pop!“, beide über Libretti von Maurice Bernard Sendak (1928-2012), in den 1980er Jahren bekannt. Sendak war ein US-amerikanischer Illustrator, Kinderbuchautor und Bühnenmaler. Sein neuer Realismus, mit dem er in der . . .

Frankfurt: „Die Nacht vor Weihnachten“, Nicolai Rimski-Korsakow

Und es leuchten die Sterne – Sie blinken nicht nur aus den hunderten von Lichtdioden, welche in den weiß gefliesten Bühnenraum von Johannes Leiacker eingebaut sind, sie leuchten auch aus dem Orchestergraben, von wo aus uns das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter der Leitung von Takeshi Moriuchi auf diesen so wunderbar entspannenden, schon beinahe psychedelischen Trip mitnimmt. . . .

Stuttgart: „Der Räuber Hotzenplotz“, Sebastian Schwab

Seit kurzer Zeit ist an der Staatsoper Stuttgart erneut Sebastian Schwabs neues Singspiel Der Räuber Hotzenplotz zu erleben. Die erfolgreiche Uraufführung ging bereits am 4. März dieses Jahres über die Stuttgarter Bühne. Auch die hier zu besprechende Vormittagsvorstellung war eine beachtliche Angelegenheit. Hier haben wir es mit einem Werk zu tun, dass für Erwachsene und Kinder . . .

OF-Stern für das Projekt „Fokus ’33“ in Bonn

Dass ein Opernhaus sich so um eine ganze Epoche verdient macht, sich traut gleich eine Vielzahl gänzlich in Vergessenheit geratener Stücke wieder auf den Spielplan zu nehmen, wie es die Bonner Oper getan hat, das kommt selten vor. Über drei Spielzeiten kamen unter dem Titel „Fokus '33“ Werke von Komponisten wie Schreker, Meyerbeer, Strauss, Schönberg, Franchetti u.a. auf den Spielplan und . . .

Modena: „Il Trovatore“, Giuseppe Verdi

Diese im März des Jahres in Piacenza über die Bühne gegangene Koproduktion zwischen Modena, Savona, Lucca und Livorno hatte ich hier enthusiastisch besprochen, war doch Stefano Monti (Regie, Bühnenbild und Kostüme) mit Unterstützung der Schattenspiele von Teatro Gioco Vita eine so einfache wie visuell überzeugende Inszenierung gelungen, die dazu noch den Vorteil hat, sich den Gegebenheiten . . .

Antwerpen: „Die Perlenfischer“, Georges Bizet

Lieber Opernfreund-Freund, – seit gestern sind Bizets vergleichsweise selten gespielte Perlenfischer in der atemberaubenden Produktion, die das Künstlerkollektiv FC Bergmann 2018 auf die Bretter der Vlaamse Opera gebracht hatte, erneut in Antwerpen zu erleben. Dabei hat die erste Opernregiearbeit der vier Künstler Stef Aerts, Joé Agemans, Thomas Verstraeten und Marie Vinck nichts von . . .

Berlin: „Anna Bolena“, Gaetano Donizetti

Dank schuldet der „moderner“ Regie abholde Zuschauer dem britischen Königshaus, denn wenn dieses nicht seit Jahrhunderten konservativ, ja altmodisch Traditionen verhaftet wäre, könnte er sich nicht an einer Produktion von Donizettis Anna Bolena in weitgehend zumindest historisch angehauchten Kostümen erfreuen. So jedenfalls äußert sich Regisseur David Alden im Programmheft, das wie . . .