Stuttgart: „Hänsel und Gretel“, Engelbert Humperdinck

Vollauf gelungen war am dritten Advent die im Rahmen einer Nachmittagsvorstellung stattgefundene Wiederaufnahme von Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel an der Stuttgarter Staatsoper. Regisseur Axel Ranisch ist zusammen mit Saskia Wunsch (Bühnenbild) und Alfred Mayerhofer (Kostüme) ein großer Wurf gelungen. Ranisch hat das Werk geschickt modernisiert  und zusammen mit seinem Team . . .

Basel: „Der wunderbare Mandarin“ / „Blaubarts Burg“, Béla Bartók

Das Theater Basel wartet in dieser Adventszeit mit zwei anspruchsvollen Werken von Béla Bartók auf. Der Regisseur Christof Loy inszenierte und choreographierte die Tanzpantomime „Der wunderbare Mandarin“ und die Oper „Herzog Blaubarts Burg“. – Der Tanzpantomime „Der wunderbare Mandarin“ stellt Christof Loy einen ungarisch gesprochenen Prolog voran, welcher zwar für „Herzog . . .

Wien: „L’arbore di Diana“, Vicente Martín y Soler (zweite Besprechung)

Der in Valencia geborene spanische Komponist Vicente Martín y Soler (1754-1806) ist heute nur mehr eingefleischten Opernliebhabern ein Begriff. Zu selten erscheinen seine etwa 19 musikdramatischen Werke auf der Bühne. Und das völlig zu Unrecht, bedenkt man, dass er seinen Zeitgenossen Mozart um 1790 an Popularität übertraf. Er war, mit einer Ausnahme, zeitlebens ein Freelancer, der erst . . .

Meiningen: „Der Wolf und die 7 Geißlein“, Katharina Brankatschk

Da steht ein riesiges Eichhörnchen im kalten Winterwald: Hilmar, allein der Name bringt die jungen Besucher schon zum Quietschen. Zupft er dann auf seiner Mini-Gitarre und erzählt sein Schicksal, hat er bereits die Sympathien gewonnen. Er friert, ist hungrig, alleine und trotzdem keine jämmerliche Figur. Er nimmt sein Leben in die Hand. Als er das „Geißenheim“ entdeckt, einen nicht . . .

Lüttich: „Alzira“, Giuseppe Verdi (zweite Besprechung)

Giampaolo Bisanti dirigiert mit Können zum Einstand als neuer Musikdirektor Verdis am wenigsten gespielte Oper – weil sie dem Komponisten Bauchweh bereitete… – Die Opéra Royal de Wallonie-Liège hat ein betont italienisches Profil und gilt deswegen seit vielen Jahren als „nördlichste Oper Italiens“. Dies war schon so zu Zeiten des früheren Direktors Jean-Louis Grinda, der sich . . .

Berlin: „Mitridate, Re di Ponto“, Wolfgang Amadeus Mozart

Bereits zum vierten Mal finden in der Berliner Staatsoper die spätherbstlichen und frühwinterlichen Barocktage statt, die einerseits der Staatskapelle unter ihrem Chefdirigenten Daniel Barenboim die Möglichkeit zu Gastspielen im Ausland gaben und auch in diesem Jahr geben sollten, die andererseits berühmte, auf barocke Musik spezialisierte Orchester und ihre Dirigenten nach Berlin holen . . .

Meiningen: „Der Graf von Monte Christo“, Frank Wildhorn

Wenn ein Regisseur in seiner Inszenierung selbst auf der Bühne steht und gleich in eine Doppelrolle schlüpft, zeugt das nicht nur von Selbstbewusstsein, sondern auch von Spielfreude. Das wirkt ansteckend auf alle, die in diesem Musical mitwirken. Cusch Jung ist kein Nischenproduzent populärmusikalischer Massenware. Das bewies der Erfolg der Uraufführung seiner deutschen Version von Frank . . .