Der letzte Nachtrag zu den Einzelbilanzen fällt aus dem Rahmen, weil er keine Bilanz im eigentlichen Sinne ist, sondern die Anerkennung für die Leistungsfähigkeit eines kleinen Theaters zum Ausdruck bringt. Unser Autor schreibt dazu: „Aus verschiedenen Gründen konnten wir im Harztheater diesmal „nur“ Die Walküre besprechen, sodass der Rückblick sehr einseitig ausgefallen ist.“ Wir bringen dieses Extra-Lob daher am Ende unserer Bilanz-Serie, quasi „außer der Reihe“.

Beste Produktion:
Das für das kleine Harztheater nun wirklich gewaltige Projekt Der Ring des Nibelungen wurde mit der Walküre fortgesetzt – eine tolle Gesamtleistung.
Bestes Dirigat:
In der Walküre sorgte Generalintendant Johannes Rieger am Pult der in allen Gruppen gut disponierten Harzer Sinfoniker souverän für ausgesprochen sängerfreundlichen Gesamtklang.
Beste Sängerin (Ensemble, Hauptpartie):
Jessey-Joy Spronk ließ in der Walküre als Sieglinde einen kräftigen, intonationsreinen und mit sicheren Höhen ausgestatteten Sopran hören.
Beste Sängerin (Gast, Hauptpartie):
In der Walküre feierte Peggy Steiner als Brünnhilde ein fulminantes Rollendebüt, indem sie die Partie mit glaubhafter Darstellung und ihrem in allen Lagen volltimbrierten sopransicher ausfüllte, zeitweise geradezu aufjubelnd bis in die exponierten Höhen hinein.
Die Bilanz zog Gerhard Eckels.