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KAMMEROPER NEUBURG a.d. DONAU

 

                                                        Das Stadttheater in der Residenzstraße 

neuburger-kammeroper.de/

 

Während der mittelalterlichen Zersplitterung Bayerns entstanden auf dem Gebiet des heutigen Freistaats viele Residenzstädtchen, von denen Neuburg an der Donau, obwohl eine der weniger bekannten, auch heute noch ein reichhaltiges Kulturleben unterstützt und mit ihrer Lage über der Donau und den vielen architektonischen Schmankerln aus der Renaissance jederzeit einen Besuch wert ist.

Die Kammeroper spielt jedes Jahr eine Opernrarität, die man an anderer Stelle so leicht nicht zu sehen bekommt. Spielort ist der ehemalige "herzogliche Getreidekasten" aus dem 16. Jhdt., 1869 zum spätbiedermeierlichen Stadttheater umgebaut und auch in der Jetztzeit wieder schön hergerichtet mit einem kleinen Saal im italienischen Still, der etwa 300 Personen fasst. Mit viel privater Initiative sowie Unterstützung der Gebietskörperschaften leitet Horst Vladar die Kammeroper, deren Namen eine klare Untertreibung darstellt, und tritt auch selbst noch auf.

Zur diesjährigen Wiederentdeckung von DER KALIF VON BAGDAD des spanischen Komponisten Manuel García schrieb sogar S.E. Herr Juan Pablo Garcia-Berdoy, Botschafter des Königreichs Spanien in Deutschland, eine Grußadresse. 

 

 

 

Bunt und vergnüglich

DER KALIF VON BAGDAD

Opera buffa von Manuel García in zwei Akten; deutsche Übersetzung und Einrichtung von Annette und Horst Vladar

Premiere am 19.07.2014 am Stadttheater Neuburg/Donau (Deutsche Erstaufführung)

Rundum gelungene Inszenierung einer erstaunlichen Ausgrabung

„Kammeroper“ heißt in Neuburg nicht Taschenfassung einer internationalen Repertoire-Oper mit eingekürztem Personal zu Streichquartett und Flöte, sondern vielmehr Ausgrabung und Vollversion eines vergessenen Werks, für das sich einige „Opernsammler“ von weither bemühen, weil sie es woanders zu ihren Lebzeiten wohl nicht noch einmal zu sehen bekommen. Dazu gibt es für die zumeist heiteren Stoffe in traditionellen gekonnten Inszenierungen. Hierfür gibt es auch immer ein lokales Publikum (auch mit ihren Kleinen), das ja sonst bis zum nächsten Opernhaus nach Augsburg oder Nürnberg fahren müsste. 

Manuel del Populo Vicente García (eigentlich: Manuel Vicente Rodriguez) (geb. 1775 in Sevilla, gest. 1832 in Paris) war ein spanischer Star-Tenor, Musiklehrer und Opernkomponist. Der rastlose Sänger feierte seine größten Erfolge in Neapel, wo er 1813 „Il califfo di Bagdad“ zur Uraufführung brachte. Er selbst sang bei dr UA die Titelrolle, an seiner Seite seine zweite Frau Joaquina Briones sowie Isabella Colbran, die spätere Frau Rossinis, mit welchem er sich befreundet hatte und in dessen Opern er später mehrere Hauptrollen übernehmen sollte: zuerst den Almaviva in der UA des Barbiere, später u.a. den Otello, für dessen Interpretation er von Stendhal gewürdigt wurde. García wirkte als Sänger auch in London und New York, wo er als Impresario in Gegenwart von Lorenzo da Ponte den ersten Don Giovanni des von ihm sehr verehrten Mozart auf die Bühne brachte. Über Stationen in Mexiko gelangte García nach Frankreich zurück. Maria Malibran und Pauline Viardot waren seine Töchter.  Die Birnen fallen nicht weit vom Stamm... 

 

Regine Gebhardt (Lemide); Michael Hoffmann (Kadi)

 

Das Libretto zum „Califfo“ stammt von Andrea Leone Tottola. Es ist eine ganz einfache Geschichte, die die damals (von Mozarts Entführung bis zu Rossinis orientlischen Stücken) beliebten Türkenstücke aufnahm und ist mit spitzzüngigen Einwürfen durchsetzt. Tottola war auch Librettist für u.a. Rossini, Simone Giovanni Mayr, Donizetti und Mercadante. Die deutsche Erstaufführung des Califfo erfolgte erst jetzt in deutscher Sprache in Übersetzung und Bearbeitung von Annette und Horst Vladar. Den gleichen Stoff, der auf einer Geschichte aus „Tausend und einer Nacht“ beruht und bei dem es um den inkognito in Bagdad herumstzreifenden Harun al Raschid geht, hatte als  „Le Calife de Bagdad“ schon 1800  der Komponist François-Adrien Boieldieu in der Salle Favart in Paris herausgebracht. Die spätere farsa „Adina ovvero il califfo di Bagdad“ von Rossini  behandelt einen anderen Stoff.

Harun al Raschid, der junge Kalif, in dieser Oper Isoun genannt, mischt sich unbekannt unters Volk und verliebt sich in Yamina, eine Bürgertochter, deren Mutter, die Witwe Lemide, den Kalifen für einen Räuber hält und ihn sich vom Leibe halten will. Denn gerade treibt auch eine Räuberbande vor den Toren der Stadt ihr Wesen. Der geschäftstüchtige Kadi hat der Witwe viel Geld geliehen und und wundert sich, dass diese plötzlich (aufgrund der Geschenke des Kalifen oder Räubers) bezahlen kann. Wenige ehrfurchtsvoll Eingeweihte wissen, dass der Kalif unter dem Codenamen Bondocan in der Stadt herumstreift. Yamina liebt den fremden jungen Mann, der immer wieder in veränderter Kleidung erscheint, und verteidigt ihn heftig gegenüber ihrer Mutter. Das Dienstmädchen Aisha unterstützt sie dabei. Yaminas Onkel Sharafat wird plötzlich vom einfachen Offizier der Palastwache des Kalifen zum Emir befördert. Alles läuft in die Richtung, aus der Träume gemacht sind: glückliches Ende der Oper und Traumhochzeit zwischen Yamina und dem Kalifen, nachdem sich alles aufgeklärt hat. 

Ulrich Löns ((Sharafat); Elžběta Laabs (Aisha); Regine Gebhardt (Lemide)

Weder derStoff des Werks noch die Philosophie der Kammeroper geben dem Leitungsteam irgendeine Möglichkeit, hier modernem Regietheater zu frönen. Vielmehr wird auf der kleinen Bühne (Szenographie: Michele Lorenzini) ein niedlicher Hof dargestellt; rechts und links je ein Gebäude und hinten ein großes Hoftor, durch das die Protagonisten und der Opernchor herein- und herausströmen können. Natürlich alles schön bunt und orientalisierend wie auch die hübschen fantasiereichen Kostüme: keines gleicht dem anderen. Die Regie führt Horst Vladar mit gekonnter Raumaufteilung, flüssigen Abläufen und stets in Bewegung gehaltenen Personen. Tieferer Sinn ist nicht gefragt, wird auch nicht versucht anzubieten. Wie fast immer in den Türkenopern der Epoche sind alle Figuren sympathisch, selbst der Osmin in der Entführung oder hier im Kalifen der windige Kadi. Die Ansprüche, die die Handlung an das Verständnis des Publikums stellt, sind so gering, dass man sich um so mehr der Musik zuwenden kann. 

Regine Gebhardt (Lemide), Elzbeta Laabs (Aisha), Manuel Ried (Isoun), Yvonne Steiner (Yamina)

Die musikalische Realisierung des Stücks sprengte den Rahmen einer überkommenen „Kammeroper“. Über dreißg Musiker hatten im Graben Platz genommen; davon zwanzig Streicher, wo in einer kommerziell orientierten Kammeroper vielleicht nur eine Handvoll Kammermusiker aufgeboten werden. Garcías Partitur nimmt in Harmonik und Instrumentation unmittelbar Einflüsse von Mozart auf, aber auch strengere Wendungen des damals noch lebenden Haydn und dessen Schüler Beethoven sind durchhörbar. Sicher ist im Califfo auch schon die spätere Entwicklung der Belcanto-Oper angedeutet, aber der vereinfachende Klassizismus Rossinis in der Orchesterbegleitung ist noch fern. Man muss leider feststellen, dass das Orchester – aus Mitwirkenden des Akademischen Orchesterverbands München zusammengestellt an diesem Abend keinen besonderen Eindruck hinterließ; es kam kein kohärenter Orchesterklang zustande, da die Einsätze zu ungenau kamen und auch nicht auf hochwertigen Streichinstrumenten musiziert werden konnte. Dazu gelang es Alois Rottenaicher, seit zwanzig Jahren musikalischer Leiter der Kammeroper,  auch nicht immer, Bühne und Graben zusammenzuhalten.  Der Chor des Abends stellte das Gefolge des Kalifen dar, die Nacbarn der Witwe Lemide und das Volk von Bagdad; Norbert Stork hatte diesen sauber singenden Chor einstudiert, dessen Auftritte jeweils eine Augenweide waren. 

vor dem Chor: Elzbeta Laabs (Aisha); Regine Gebhardt (Lemide); Yvonne Steiner (Yamina);  Manuel Ried (Isoun); Horst Vladar (Polizeichef)

Noch besser sah es bei den Solisten aus, die als junge Freischaffende oder Mitwirkende bei anderen freien Theatern angagiert wurden. Der junge Tenor Manuel Ried gefiel in der Titelrolle des Kalifen Isoun. Zwar hätte man sich hier und da mehr Volumen gewünscht, aber auf der anderen Seite brillierte Ried mit feinen Linien,  beweglichen Koloraturen und einsatzfreudigem Spiel. Gesanglich weist die Rolle schon auf den Belcanto hin. Yvonne Steiner, sein Gegenpart, überzeugte mit gestochenen Koloraturen und klaren schlanken Höhen als Yamina. Elžběta Laabs gab eine spielerisch lebendige Aisha mit schlankem gut geführten Mezzo. In der gleichen Stimmlage sang Regine Gebhardt die Witwe Lemide, verlieh dieser ihre weich intonierende, runde Stimme und brachte darstellerisch als energische Ulknudel die Lacher auf ihre Seite. Michael Hoffmann mit kraftvollem kultivierten Bariton von bester Aussprache rundete das Ensemble ab, in welchem Ulrich Löns‘ Charaktertenor in seinen beiden Auftritten als Sharafat mangels Stimmfestigkeit zurückfiel. Erwähnenswert natürlich noch Horst Vladar selbst, der natürlich mit seinen 73 Jahren den Chef gab, d.h. auf der Bühne die kleine Rolle des Polizeichefs; das Urgestein der Kammeroper als immer noch stimmgewaltiger Bassbuffo. - Sehr gut durchweg die Sprecheinlagen aller Darsteller, was heutzutage nicht selbstverständlich ist, da die Solisten vielfach international zusammengewürfelt sind.

Mit Pause dauerte die Oper zweieinhalb Stunden. Bis auf die Plätze mit erheblicher Sichtbehinderung war das Theater an diesem Abend voll. Viel Beifall von den Zuschauern, die mit entspannten Gesichtern das Haus verließen und von denen sicher einige an diesem schönmen Sommerabend noch die Besucherzahlen der Biergärten steigerten. Es war ein niveauvoller, vergnüglicher Abend.

Manfred Langer, 21.07.2014                                            Fotos: Ralf Pauli         

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