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LEIPZIG/Alte Nikolaischule: Vernissage der Wagner Plakate-Ausstellung „Wie, hör‘ ich das Licht?“ am 17. Juni 2022

 

Am 17. Juni 2022 - und es wurde damit de facto der Auftakt zu den Wagner-Wochen der Oper Leipzig „Wagner 22“ - fand die festliche Eröffnung der Wagner Plakate-Ausstellung „Wie hör‘ ich das Licht?“ von Kurator Dr. Klaus Billand aus Wien mit einer Vernissage in der Wagner-Aula der Alten Nikolaischule Leipzig statt.

Zum Glanz der Veranstaltung trug neben den Mitwirkenden auch ein hochkarätiges, aus allen Kreisen des Leipziger Kulturlebens kommendes Auditorium bei.

Prof. Rolf-Dieter Arens eröffnete als Präsident der Kulturstiftung Leipzig die Veranstaltung und wies einmal mehr darauf hin, dass man sich auf historischem Boden befände. Hier befinde sich - und das sei einmalig in der Geburtsstadt Richard Wagners - noch DNA von ihm und das weltweit einzige Museum zur Jugend Richard Wagners. Den Pianisten Rolf-Dieter Arens konnte man danach mit zwei Bagatellen (Opus 5 Nr. 1 und 8) von Walter Braunfels am Flügel erleben. Diese musikalische Programmänderung statt Richard Wagners Sonate für das Albumblatt für Frau Mathilde Wesendonck war zu Ehren und als Erinnerung an den Großvater des Architekten Stephan Braunfels, den Komponisten Walter Braunfels gedacht. Walter Braunfels wurde in der nationalsozialistischen Zeit seiner jüdischen Wurzeln wegen verboten und kommt erst langsam, besonders als Opernkomponist, wieder ins öffentliche Bewusstsein. Arens spielte diese schwierigen Klavierstücke mit Bravour und virtuoser Leichtigkeit. Man möchte mehr von dem Pianisten und dem Komponisten hören.

Der bekannte Leipziger Schauspieler Friedhelm Eberle hatte sich bereit erklärt, für den erkrankten Kammersänger Bernd Weikl dessen Beitrag zur Bedeutung eines Opernplakates für Sänger, Regisseure und den normalen Opernbesucher zu verlesen. „Es ist ja auch ein schöner demokratischer Effekt, immer mehr Künste an diesem Universalkunstwerk (Oper) zur Mitarbeit aufzufordern. Auch der Werdegang unseres Kurators Klaus Billand zeigt, wie die Kunst vom Leben Einzelner Besitz ergreift. Hoffen wir, dass sich viele Betrachter über das Medium Plakat in dieses Mysterium Oper -Wagner-Oper als Gesamtkunstwerk hineinziehen lassen." (Zitat Weikl). Friedhelm Eberle brachte Weikls Gedanken perfekt - wie bei ihm nicht anders gewohnt - sprachlich zur Geltung.

Der Architekt Prof. Stephan Braunfels hielt den Festvortrag. Braunfels ist besonders bekannt durch die von ihm gebaute Pinakothek der Moderne in München, auch als „Kathedrale des Lichts“ bezeichnet, des Paul-Löbe- und Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses des Deutschen Bundestags in Berlin und vieler anderer weltweit bekannter Bauwerke, aber auch als Bühnenbildner des „Lohengrin“ in Baden-Baden 2006 in der Regie von Nikolaus Lehnhoff. Er begann zum Thema Plakatkunst tatsächlich bei den Alten Ägyptern und ging mit dem Publikum auf eine faszinierende Zeitreise in 25 Minuten durch die Geschichte: wie es gelang, öffentliche Bekanntmachung zur Kunst zu entwickeln und sie dadurch zu verstärken, eine öffentliche Mitteilung damit zu „vermarkten“. Über China ging es weiter, und auch die psychologische Vereinnahmung durch politische Plakate, z.B. die Französische Revolution und andere Großereignisse der Geschichte. Toulouse-Lautrec war einer der Großmeister der Plakatkunst, und seitdem hat sie sich auch des Theaterplakats bemächtigt. Interessante Lichtbilder sowie die Persönlichkeit des Vortragenden trugen zum Verständnis dieses Parforceritts durch die Weltkultur bei.

Er führte quasi aus der Frühgeschichte bis zur Betonwand der Alten Nikolaischule, an der seit einer Woche fast 150 Plakate aus aller Welt zu Wagner-Aufführungen hängen, die der Kurator Dr. Klaus Billand in seiner 26jährigen Tätigkeit als Musikkritiker rezensiert und dazu die Plakate gesammelt hat. Als Leihgabe werden sie bis zum 15. Juli 2022 - ehe sie zu den Bayreuther Festspielen 2022 weiter gehen - dem Leipziger Publikum gezeigt werden. Es sind einzigartige, manchmal skurril, oft sehr traditionell aber auch futuristisch anmutende Kunstwerke, die zeigen, welchen Einfluss das Werk Richard Wagners auf die Phantasie der graphischen Künstler nahm. Die Plakate verblüffen den Besucher! In einer bunten Petersburger Hängung kann er sie von unten oder oben, über Treppen steigend, auf sich wirken lassen. Hier kommen Plakate und Architektur in einer einmaligen Symbiose zusammen.

Auf circa 350 qm und einer Höhe von18 Metern bemisst sich die riesige rückwärtige Betonwand im Lichthof der Alten Nikolaischule. Sie wurde durch ihre beispiellose Modernität mehrfach ausgezeichnet in der Rubrik „Weiterbauen am Denkmal“.

Dankesworte gingen an die Mitarbeiter der Seilpraktiker-Firma Mewes Groschopp für die technische Ausführung des Projekts und an die zahlreichen Sponsoren.

Klaus Billand vor den gesammelten Plakaten

Doch ehe Klaus Billand die Ausstellung für eröffnet erklärte, gab Rolf-Dieter Arens den musikalischen Auftakt zu den Wagnerwochen mit dem grandios vorgetragenen Phantasiestück über Motive aus „Rienzi“ von Franz Liszt. Verdienter langer Applaus und Begeisterung für diese große pianistische Leistung dankten es ihm. 

Das Einspielen kurzer Musikstücke „Das Waldvöglein“ („Siegfried“), eine Aufnahme mit Reri Grist, und der „Heerrufer“ („Lohengrin“) gesungen von KS Bernd Weikl, hatten sich die Veranstalter statt des Läutens ausgedacht. Es musste ein paarmal wiederholt werden, um den Applaus zu übertönen!

Im anschließenden geselligen Zusammensein - sogar Leipzigs Ehrenbürger, der ehemalige Stadtpräsident Superintendent Dr. Friedrich Magirius, gab der Veranstaltung die Ehre und äußerte sich begeistert zu der Initiative - gab es eine weitere Überraschung: Der als Gast aus Berlin angereiste Heldentenor Markus Ahme bot dem begeisterten Publikum nun doch noch eine echte Wagner-Stimme. A capella sang er aus „Die Walküre“, den Monolog des Siegmund „Winterstürme wichen dem Wonnemond“. Begeisterter Applaus lohnte seine großartige Darbietung!

Nun liegt es an den Leipzigern und Ihren Gästen, den Freunden des Wagnerschen Oeuvres aus aller Welt, sich diese großartige Ausstellung nicht entgehen zu lassen.

 

Ausstellungsdauer: 17. Juni bis 17. Juli 2022

Öffnungszeiten:       Di-Sa 12 bis 20 Uhr, Eintritt frei

 

Dr. Christiane Meine, Leipzig

19. Juni 2022

 

DER OPERNFREUND  | opera@e.mail.de